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Calla pflegen – Die Pflege der Zantedeschia

(Bild: © ecummings00 – stock.adobe.com)

 

Sie zählt zu den beliebtesten immergrünen Büro- und Zimmerpflanzen – die Calla. In diesem Beitrag helfen wir dir deine Calla zu pflegen und geben Tipps wie du sie bei der Blüte unterstützen kannst.

 

 

Herkunft der Calla

Die Calla, im botanischen Zantedeschia genannt, stammt aus dem südlichen und östlichen Afrika
und gehört zu den Staudenarten. Sie verdankt ihren Namen dem italienischen Botaniker und
Physiker Francesco Zantedeschi.

In feuchten Böden fühlen sich Callas besonders wohl, entsprechend sind sie in ihrer Heimat
hauptsächlich an Ufern von Flüssen und Seen anzutreffen.

Die populärsten Calla Arten sind die Zantedeschia aethiopica und Zantedeschia ellotiana.

 

 

Aussehen und Erkennungsmerkmale

Die Zantedeschia erkennt man an der sehr markanten Blütenform, die sowohl elegant als auch exotisch aussieht. Callas gehören zu den Aronstabgewächsen (Araceae) und entwickeln hohe Blütenschäfte mit einer blumenblattartigen Spatha aus (Blütenscheide, Hochblatt unter einem Blütenstab/Spadix sitzend). Der Kolben, an dem die kleinen Blüten sitzen, wird von dem Hochblatt umschlossen.

Wird die Calla durch Insekten bestäubt, entstehen kugelige Beeren mit wenig Samen.

Am häufigsten verbreitet sind besonders in Gärten die, mit weißen bis dunkel-purpurnen Blütenständen verzierten, Rehmanni Hybriden. Ebenfalls oft anzutreffen sind die Elliottioana Hybriden, die optisch mit sowohl gelben Blütenkolben als auch Hüllblättern daherkommt.

 

Bunte Callas
Callas gibt es in den unterschiedlichsten Blüten- und Blattfarben. (Bild: © wjarek – stock.adobe.com)

 

STYLINGTIPP

In einem einfarbigen, schlichten und schmalen Topf kommt die farbenfrohe Calla im Zimmer besonders gut zur Geltung. Eindruck kann auch die Kombination aus natürlichen Materialien, wie Beton oder Holz, mit der schönen Zimmerpflanze machen.

Standort der Calla

Die auffällige Tropenpflanze ist eine beliebte Zimmerpflanze, wird aber im Sommer auch oft als Kübelpflanze im Garten, auf Balkonen oder der Terrassen als Zierpflanze eingesetzt. Aufgrund ihrer Herkunft lässt sich die Zantedeschia auch an den Rand eines Teiches pflanzen.

Optimalerweise sollte man die Zimmerpflanze in 10 cm tiefer, nährstoffreicher Erde pflanzen. Der Standort sollte zwar hell sein, vor der prallen Mittagssonne sollte man die Calla allerdings bewahren.

Ebenfalls Schützen sollte man die Calla vor starken Winden, diese trockenen das Laub aus und können bei der Entwicklung der Pflanze schaden. Möchte man die Calla draußen pflanzen, so sollte man bis Mitte Mai warten. Zu früherem Zeitraum können Spätfröste auftreten, die der Pflanze Schaden zufügen.

 

Wie überwintert man eine Calla?

Möchte man mehrere Jahre in Folge Spaß an seiner Calla haben, so ist die richtige Überwinterung besonders wichtig.

 

Zimmercallas:

Ruhephasen sind für die Calla besonders wichtig. Wenn die letzten Blätter abwelken, sollte man bei der Zimmercalla die Wassergabe und das Düngen einstellen (spätestens ab Oktober).

Dabei lässt man den Boden vollständig austrocknen. Dies ist für die Pflanze das Signal zur Ruhephase. Nun sollte man die ruhende Pflanze möglichst kühl, aber frostfrei bei etwa 10 Grad überwintern lassen.

 

Gartencallas:

Bei Callas, die im Garten gepflanzt wurden, sollte man die Knollen ausgraben und an einem kühlen aber trockenem Ort liegen lassen. Wenn die Knollen dann nach etwa zwei Wochen ausgetrocknet sind, können sie in einer Kiste oder Karton gelagert werden. Auch hier sollte der Ort der Überwinterung trocken sein und 10 Grad Temperatur betragen.

 

Substrat

Die Erde selbst, in der die Calla gepflanzt wird, sollte frisch sein und somit frei von Pilzsporen oder an deren Krankheitserregern. Hier reicht ganz normale handelsübliche Blumenerde* aus.

 

Wie oft muss man eine Calla gießen?

Zu Beginn dauert es nach dem Einpflanzen etwas, bis sich erste Blätter bilden. Bis zum Beginn der Wachstumsphase sollte nur wenig gegossen werden.

Mit dem Beginn der Wachstumsphase sollte das Substrat niemals ausgetrocknet sein. Die Verwendung von Flüssigdünger kann während der Wachstumsphase alle zwei Wochen förderlich sein, damit die Pflanze genug Nährstoffe erhält und kein Mangel auftritt, der sich negativ auf die Gesundheit und Blüte auswirken wird.

Die in Sumpfgebieten beheimatete Calla mag es in ihrer Blütezeit gerne feucht. Man sollte sie etwa 1-2 Mal pro Woche bewässern, dabei kann es sogar von Vorteil sein, wenn etwas Gießwasser im Untersetzer vorhanden ist. Um die Luftfeuchtigkeit für die Pflanze etwas zu erhöhen, schadet es nicht, diese einmal die Woche mit einer Blumenspritze zu besprühen.

Ganz den afrikanischen klimatischen Gegebenheiten nach sollte man das Substrat der Calla während der Ruhephase/Überwinterung gar nicht gießen und austrocknen lassen. Den Topf sollte man während der Überwinterung bei circa 10 Grad aufstellen. Die Ruhephase einer Calla beträgt etwa einen Zeitraum von 2 Monaten.

 

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(Bild: © ArtCookStudio – stock.adobe.com)

 

So düngt man eine Calla

Die Dosierung lässt sich der Wachstumsphase anpassen:
In der Wachstumsphase ist es sinnvoll die Calla mit Flüssigdünger* im Wasser zu gießen. Dies kann etwa alle zwei Wochen erfolgen. Während der darauffolgenden Blütezeit kann man das Düngen dann auf eine wöchentliche Dosis steigern. So wird ihre Calla mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt und blüht besonders schön. In der später folgenden Winterruhe (dem Überwintern), darf die Zimmerpflanze nicht gedüngt werden.

 

Eine Zimmercalla umtopfen

Hier kann man zwischen Garten und Topfpflanzen unterscheiden. Während man die Garten Calla ohne Bedenken im Mai wieder an dieselbe Stelle pflanzen kann, so macht es bei der Calla im Topf Sinn, diese im Frühjahr umzupflanzen und dabei die gesamte Erde einmal komplett auszutauschen.

Altes Substrat sollte nicht wiederverwendet werden.

Sollte der Topf während des Wachstums zu klein werden, sollte man die Calla umtopfen.

 

Wichtig: Der Saft der Calla kann Hautreizungen hervorrufen. Daher solltest du, wenn du mit der Pflanze arbeitest Handschuhe tragen!

 

Die Calla schneiden

Ein Schneiden der Zimmerpflanze ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Tote und kranke Teile der Pflanze können mit einer scharfen und sauberen Klinge möglichst nah an der Basis entfernt werden. 

 

Eine Calla vermehren

Wer seine Exotin vermehren möchte hat drei Möglichkeiten zur Auswahl: Samen, Ableger-Zwiebeln sowie die Knollenteilung.

 

Vermehrung durch Samen

Die Vermehrung durch Samen zählt zu den beliebtesten Methoden. Samen können online bestellt werden.
Die Samen der Calla können, direkt nach der Samenreife, bei 20 bis 25 Grad ausgesät werden.

Ausgenommen sind Hybridformen, diese sollte man im Frühjahr vor dem Austrieb teilen.

Bei der Aussaht werden die Samen auf befeuchtete Anzuchterde gegeben und dann leicht mit Erde bedeckt. Nun gilt es die Anzuchterde konstant leicht feucht zu halten.

Nach wenigen Wochen sollten kleine Keimlinge zu erkennen sein. Diese unterscheiden sich von der Pflege nicht von der Mutterpflanze. Sind die Keimlinge groß genug können sie umgetopft werden.

 

Vermehrung durch Ableger-Zwiebeln

Wenn du deine Calla im Frühjahr umtopfst kannst du bei älteren Exemplaren kleine Ableger-Zwiebeln finden. Hier hast du die Möglichkeit diese mit einem scharfen und sauberen Messer abzutrennen.

Nach dem Abtrennen kannst du sie in frisches Substrat setzen und so pflegen wie die Mutterpflanze. Sie kleinen Knollen sollten zur gleichen Zeit austreiben wie die Mutterpflanze.

Deine Exotin hat keine Ableger-Zwiebeln? Kein Problem, die nächste Methode ist etwas für dich!

 

Vermehrung durch Knollenteilung

Wenn es sich bei deiner Zimmerpflanze um ein älteres Exemplar handelt wird sie eine größere Knolle besitzen. Diese kannst du mit einem scharfen und sterilen Messer teilen.

Daraufhin pflanzt du beide Hälften in frisches Substrat. Dieses muss von nun an konstant feucht gehalten werden. Platziere die Töpfe an hellen und warmen Standorten.

Nach ein paar Wochen werden die ersten Blätter sichtbar. Blüten werden die Pflanzen in diesem Jahr jedoch nicht mehr bilden. Nach der nächsten Ruhephase kehren die weißen Blüten jedoch wieder zurück!

 

Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

 

Welche Krankheiten können auftreten?

Die Häufigste Ursache für Krankheiten bei Callas sind veraltete Erde oder Töpfe, zu wenig Feuchtigkeit in der Blütephase oder zu viel Nässe während der Ruhephase. Dann tritt häufig der Calla Pilz oder Viruserkrankungen auf, bei denen die Blätter vorzeitig braun oder gelb werden. Im Extremfall beginnt die Wurzel zu verfaulen, dann sollte die Pflanze entsorgt werden.

Um das Verfaulen zu verhindern, kann man versuchen, die Betroffenen Stellen schnellstmöglich zu entfernen.

 

Auf welche Schädlinge musst du achten?

Die häufig auftretenden Schädlinge sind im Falle der Zimmercalla Blattläuse und Spinnmilben.
Wurde die Calla von Schädlingen befallen, sollte man sie separat stellen, damit nicht noch weitere Pflanzen befallen werden.

Schädlinge sollten dann von den Blättern abgewaschen und von den Hochblättern angesammelt werden. Im Extremfall helfen einem dann nur noch Schädlingsbekämpfungsmittel weiter.

In diesem Fall empfehlen wir NEUDORFF – Spruzit AF Schädlingsfrei*

 

Wir beantworten eure Fragen

  • Wie lange blüht eine Calla?

    Wurde die Calla im Haus gezogen, so blüht sie bereits im Januar. Hier erstreckt sich die Blütezeit bis April oder auch Mai.

  • Braucht die Calla eine Ruhepause?

    Die Calla braucht eine zehnwöchige Ruhephase. Nach der Blütezeit sollte man sie weder gießen, noch düngen und in einem hellen und kühlen Ort aufbewahren.

    Callas die man im Garten gepflanzt hat, sollte man spätestens im Herbst ausgegraben haben und austrocknen lassen.Bei kühlen 8 -10 Grad kann man die Knollen im Winterquartier lagern. Dazu eignet sich eine trockene Kiste.

  • Wieso blüht meine Calla nicht?

    Wenn man Callas beginnt aus Samen zu pflanzen, blühen diese oftmals erst nach mehreren Jahren. Ist dies nicht der Fall, liegt es vermutlich an dem Standort, der falsch gewählt sein könnte oder an der falschen Pflege (Absprung zur Pflege der Calla).

    Mit einfachen Mitteln, kann man die Calla aber wieder zum Blühen bringen. Es hilft meistens schon, wenn man die Erde austauscht, die Pflanze düngt und einen helleren Standort auswählt, der sich nicht in der Mittagssonne befindet.

  • Warum verliert die Calla ihre Farbe oder verfärbt ihre Blätter gelb?

    Die Calla kann ihre Farbe verlieren, wenn sie sich in zu heller oder zu dunkler Umgebung befindet. Pralle Sonneneinstrahlung der Mittagssonne bekommt ihr überhaupt nicht gut. Darüber hinaus verliert sie die Farbe, wenn sie nicht genug Feuchtigkeit bekommt.

    Sollten sich die Blätter der Calla vor dem Ende der Blütezeit gelb verfärben, kann dies auf Fehler in der Pflege, Krankheiten oder zu wenig nährstoffreiche Erde hinweisen.

  • Ist Calla giftig für Menschen und Haustiere?

    Da die Calla ein Aronstabgewächs ist, kann der Verzehr der Calla Vergiftungserscheinungen hervorrufen.Hat die Haut Kontakt mit dem Pflanzensaft, so muss mit Hautreizungen gerechnet werden.

  • Ist die Calla winterhart?

    Zantedeschien gehören nicht zu den winterharten Pflanzenarten. Somit müssen sie frostfrei überwintern.

  • Wann muss ich die Calla schneiden?

    Erst wenn sich die Blätter anfangen einzuziehen und gelb verfärbt haben, darf man sie schneiden. Sind die Blätter der Calla noch grün, sammeln sie Kraft für die nächste Blühperiode, deshalb dürfen diese nicht abgeschnitten werden, wenn man sich langfristig an seiner Pflanze erfreuen möchte. Die Stängel kann man dicht an der Blumenzwiebel abschneiden.

  • Muss man die Calla schneiden?

    Die Blütenschafte, die während der Blütezeit aus den Knollen hervor treiben können sobald diese verwelken mit einer Schere an der Basis entfernt werden. Tendenziell ist das Schneiden kaum notwendig und nur ausgeblühte Blüten und gelb oder braun werdende Blätter müssen geschnitten werden.

  • Wie pflege ich eine Calla in der Wohnung?

    Die Zimmercalla fühlt sich an hellen und Orten mit Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad am wohlsten. Man muss allerdings darauf achten, dass die Calla am Fenster bei Sonneneinstrahlung nicht austrocknet oder dass die Knollen anfangen zu faulen, wenn Staunässe entsteht.

  • Wie tief pflanzt man Callas?

    Die Calla wird etwa 10cm tief gepflanzt.

  • Wie wird die Calla richtig gepflanzt?

    Da die Calla in ihrem natürlichen Lebensraum in Afrika zu finden ist und dort der Rhythmus der Jahreszeit verschoben ist, sind die Pflegeanweisungen was zeitliche Angaben angeht sehr unterschiedlich.

    Prinzipiell gilt aber, dass die Calla als Tropenpflanze nur teilweise eine Frosthärte besitzt und deshalb entsprechend der Temperaturen gepflanzt werden muss (empfohlen wird März - Mai).

  • Welcher Dünger sollte für eine Calla verwendet werden?

    Die Calla ist was Dünger angeht nicht wählerisch, so lässt sich simpler Blumendünger verwenden.

    Die Dosierung lässt sich der Verpackung des Düngers entnehmen. Dennoch sollte man die Calla nicht mit Dünger überfrachten und mit Bedacht dosieren.

 

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Was ist deine Meinung?

Geschrieben von Richard

Hallo, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen.

Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seiher kann ich mir kein Leben mehr ohne Zimmerpflanzen vorstellen!

Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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