Tibouchina pflegen – die Pflege von Tibouchina urvilleana



Die Prinzessinnenblume träg ihren Namen zurecht! Mit ihren purpurnen Blüten stellt sie alle anderen Pflanzen in den Schatten.

Wie du Tibouchina urvilleana pflegen solltest erfährst du in diesem Beitrag.

Tibouchina urvilleana pflegen
© LHamilton – stock.adobe.com


Herkunft 

Tibouchina (lat. Tibouchina urvilleana) stammt ursprünglich aus Brasilien. Dort findet man sie in Wäldern und an Berghängen. Teils nimmt sie den ganzen Hang in Besitz. 

In den USA wird sie gerne das ganze Jahr über in Ziergärten gehalten. Bei uns wird sie jedoch häufig als Kübelpflanze gehalten. 

Die Prinzessinnenblume gehört zu der Familie der Schwarzmundgewächse (Melastomataceae)


Aussehen und Erkennungsmerkmale der Prinzessinnenblume

Die Prinzessinnenblume hat einen buschigen Wuchs. In der Natur erreicht sie Höhen zwischen 3 und 6 Meter. Dabei entwickelt sie einen Durchmesser von bis zu 3 Metern. 

Wird sie als Kübelpflanze gehalten ist eine Höhe zwischen 1,8 m bis 2,5 m zu erwarten. Als reine Zimmerpflanze wird sie zwischen 60 cm und 90 cm hoch. 

Als Busch sind ihre Äste recht dünn. Sie sind von einer rötlichen Behaarung überzogen. Diese fällt jedoch nur bei genaueren Hinsehen auf. Ältere Äste verholzen langsam. 

Die Blätter der Tibouchina sind oval und vergleichsweise breit. Sie werden zwischen 5 cm und 15 cm lang und 2,5 bis 4 cm breit. 

Genau wie die Äste sind auch die Blätter behaart. Dies gibt dem satten grün einen leicht silbrigen Schimmer. 

Fallen die Temperaturen wird zunächst der Blattrand rot. Danach nimmt das gesamte Blatt einen Rotton an bevor es abfällt. 

Doch nicht nur Kälte lässt die Blätter verfärben. Auch im Alter werden die Blätter zunächst gelb, dann orange bis hin zu rot. 

Die Blüte

Tibouchina urvilleana blüht von Juli bis Mitte August. Durch das versetze Öffnen der Knospen, kann sich die Blütezeit aber bis in den Herbst ziehen. 

Die großen violetten bis lila Blüten ähneln Veilchen. Daher stammt auch der Name Veilchenbaum. Sie haben einen Durchmesser von 7,5 cm bis 12,5 cm. 

Meistens blühen die Blüten in bis zu drei Paaren. Es ist jedoch auch möglich, dass Blüten alleine blühen.

Die Frucht 

Nach der Blüte bildet sich eine etwa 1 cm große Kapselfrucht. In dieser befinden sich die Samen für künftige Generationen. 

Wird die Pflanze als Zimmer- oder Kübelpflanze gehalten ist eine Bildung von Früchten leider sehr unwahrscheinlich.


Knospen und Blätter der Prinzessinnenblume
Da sich die Blüten nicht gleichzeitig öffnen kann die Blüte bis in den Oktober halten. (Bild: © STUDIO GRAND WEB – stock.adobe.com)

Weitere Namen und Namensänderungen

Seit ihrer offiziellen Bestimmung hat Tibouchina eine Namensänderung hinter sich. Ursprünglich hieß sie Tibouchina semidecandra. Heute wird sie Tibouchina urvilleana genannt. 

Bei uns ist sie auch als Prinzessinnenblume und Veilchenbaum bzw. Veilchenstrauch bekannt. In wenigen Fällen wird sie auch als Sambaprinzessin bezeichnet. 


Der optimale Standort der Prinzessinnenblume

Der optimale Standort sollte vor allem eines sein: warm. Doch auch an Sonne darf es nicht mangeln. 

Ein sonniger bis halbschattiger Platz mit mindestens 5 Stunden Licht am Tag  ist wie für Tibouchina urvilleana gemacht. Dieser Platz darf an allen Fenstern bis auf das Nordfenster sein. Dieses ist zu dunkel. 

Vor der Mittagssonne sollte man die Blätter jedoch schützen. Auch solltest du darauf achten, dass der Standort vor Zugluft geschützt ist. 

In den Sommermonaten kann die Pflanze auch super nach draußen gestellt werden. Auch hier benötigt sie einen hellen, geschützten Platz ohne zu viel direkte Mittagssonne. 

Vor zu viel Wind und starken Regenfällen sollte sie beschützt werden. 


Veilchenbaum überwintern 

Der Veilchenbaum  ist weder frostfest noch winterhart. Daher sollte er unbedingt vor dem ersten Frost ins Haus oder den Wintergarten geholt werden. 

Bei Temperaturen ab 3 °C beginnen Teile der Pflanze abzusterben. Optimal zum Überwintern sind Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C. 

Der Standort sollte weiterhin hell sein. Sonst kann es passieren, dass Tibouchina in ihrem Winterquartier die Blätter abwirft. 

Das Gießen sollte reduziert werden. Das bedeutet, dass immer dann gegossen wird, wenn das Substrat oberflächlich angetrocknet ist. In der kalten Jahreszeit kann dies bis zu drei Wochen dauern. 

Da der Stoffwechsel während der Überwinterung entschleunigt bin ich der Meinung, dass das Düngen in dieser Zeit pausiert werden sollte. 


Gießen 

Auch wenn der Veilchenbaum kurze Trockenperioden gut wegsteckt, sollte das Substrat besonders im Sommer gleichmäßig feucht gehalten werden. 

Denn gerade im Sommer ist die Kübelpflanze besonders durstig. Um die Feuchtigkeit konstant zu halten, kann es nötig sein mehrmals die Woche zu gießen. 

Steht die Pflanze draußen, muss der Regen bedacht werden. Besonders bei starken Regenfällen muss eine Abflussmöglichkeit für das Regenwasser bestehen, damit es sich nicht im Topf staut, 

Im Winter wird nur dann gegossen, wenn das Substrat oberflächlich gut angetrocknet ist. 


Blüte von Tibouchina urvilleana mit hakenförmig gekrümmten Anhängseln der Staubbeutel
Wie viele andere Schwarzmundgewächse haben auch die Blüten des Veilchenbaums hakenförmig gekrümmten Anhängseln der Staubbeutel. (Bild: © Hanjo – stock.adobe.com)

Tibouchina düngen 

Wer möchte, kann ab dem späten Frühling bis in den Herbst das Wachstum mit einem hochwertigen Flüssigdünger* unterstützen.

Dieser Flüssigdünger ist im Optimalfall leicht sauer und wird alle 7 bis 14 Tage dem Gießwasser beigemischt. 

Substrat

Wie am Naturstandort sollte auch bei uns das Substrat humusreich aber mit guter Drainage sein. Ein pH-Wert von 7,0 oder niedriger ist optimal. 

Ich empfehle Kübelpflanzenerde* Sand* oder Blähton* unterzumischen um die Drainage zu erhöhen. 

Wer möchte, kann eine Schicht aus Mulch* auf das Substrat geben, um es vor Austrocknung an heißen Tagen zu schützen. 


Tibouchina umtopfen 

Da die Kübelpflanze besonders in jungen Jahren rasant wächst, muss sie fast jährlich umgetopft werden. Ich empfehle beim Umtopfen das Substrat zu erneuern. Dies unterstützt die Pflanze beim Wachsen. 

Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr. 

Das neue Gefäß sollte etwas größer sein als der vorherige Topf. Ein Drainageloch ist von Vorteil, da sich so kein Wasser im Topf sammeln kann.


Veilchenbaum schneiden 

Tote und kranke Pflanzenteile können das ganze Jahr über entfernt werden. Doch auch sonst ist ein Schnitt zu empfehlen. 

Wer den Veilchenbaum einfach wachsen lässt wird schnell feststellen, dass er von unten beginnt zu verkahlen.

Durch Schneiden von jungen Trieben treiben Triebe, welche tiefer in der Pflanze sitzen aus. Dies führt zu einem dichteren Wuchs und einer dichteren Verzweigung. Zudem wirkt es der Verkahlung entgegen. 

Doch Achtung: zu viel Schnitt verringert das Austreiben von neuen Trieben. Daher sollte stets nur so viel geschnitten werden, wie im Laufe eines Jahres auch wieder nachwachsen kann. 

Der beste Zeitpunkt für einen Schnitt ist im Herbst kurz nach der Blüte. 


Behaarte Blätter des Veilchenbusches
Besonders an jungen Blättern ist die Behaarung deutlich zu erkennen. (Bild: © EyeAmAmazed – stock.adobe.com)


Tibouchina vermehren

Wer seine Tibouchina vermehren möchte hat zwei Möglichkeiten dies zu tun. Die erste Möglichkeit sind Stecklinge. Die zweite Möglichkeit sind Samen. 

Im Folgenden werde ich nur die Vermehrung über Stecklinge beschreiben, da die Vermehrung über Samen sehr schwierig ist und man bei uns kaum an gute Samen kommt. 

Vermehrung über Stecklinge 

Um Tibouchina urvilleana über Stecklinge zu vermehren, müssen wir zunächst Stecklinge gewinnen. Hierfür schneiden wir verholzte Triebspitzen etwa 10 cm hinter der Spitze, unter einem Blattknoten ab. 

Als Nächstes entfernen wir alle Blätter in der unteren Hefte (zum Schnitt hin) des Stecklings. 

Danach stecken wir den Steckling in Anzuchterde*. Wer seine Chancen erhöhen möchte, kann zuvor die Schnittstelle in ein Hormonpuder* tunken. 

Die Anzuchterde wird nun angefeuchtet. Sie sollte die ganze Zeit über feucht gehalten werden. 

Eine transparente Folie schützt den Steckling vor dem Austrocknen. Alternativ kann auch ein Anzuchtkasten* verwendet werden. 

Die Stecklinge werden jetzt hell (jedoch ohne direktes Sonnenlicht) und warm (18 – 23 °C) gestellt. Wer die Temperatur genau treffen und halten möchte dem empfehle ich zu verwenden. 

Ein mal täglich sollte gelüftet werden, um eine Schimmelbildung zu verhindern. Nach 10 bis 12 Wochen haben sich ausreichend Wurzeln gebildet um die Stecklinge in eigene Gefäße zu setzen. 

Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich ihre Pflege nicht mehr von der Pflege der Mutterpflanze. 


Veilchenbaum in voller Blüte
Zu Hochzeiten steht der gesamte Veilchenbusch in Blüte. (Bild: © Rose – stock.adobe.com)

Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Prinzessinnenblume

Von Krankheiten bleibt Tibouchina urvilleana weitestgehend verschont. Hin und wieder wird sie jedoch von Schädlingen befallen. Geht es ihr aber schlecht liegt es meistens an einem Pflegefehler. 


Krankheiten 

In seltenen Fällen wird der Veilchenstrauch von Grauschimmel (Botrytis cinere) befallen. Grauschimmel erkennst du zunächst an faulen Stellen. Diese können sich überall an der Pflanze bilden. 

Kurz darauf bildet sich ein grauer Pelz über diesen Stellen. 

Erkennst du eine kranke Stelle, solltest du diesen Teil der Pflanze umgehend entfernen. Zusätzlich kannst du ein Fungizid* anwenden. 


Schädlinge 

Besonders bei der Überwinterung treten hin und wieder Schädlinge auf. Wird ein Befall früh genug erkannt stellen sie jedoch kein großes Problem dar.

Spinnmilben 

Spinnmilben erkennst du an weißen, netzartigen Konstrukten unter den Blättern und in Blattachseln. Bei einem jungen Befall reicht es die Pflanze abzubrausen.

Handelt es sich um einen stärkeren Befall, kannst du Raubmilben* oder ein Pflanzenspray* anwenden. 

Blattläuse 

Werden die Blätter welk und weisen gelbe Punkte auf, handelt es sich wahrscheinlich um einen Blattlausbefall. Blattläuse sitzen meistens unter den Blättern und an Triebspitzen.

Bei einem kleinen Befall reicht es die Pflanze abzubrausen. 

Ist der Befall jedoch größer können auch hier Nützlinge wie Marienkäferlarven* oder Pflanzensprays* eingesetzt werden.

Weiße Fliege 

Die weiße Fliege findest du auf und unter den Blättern. Berührst du die Pflanze springen und fliegen die weißen Fliegen von dieser ab.  

Einen Befall erkennst du an welken und schwachen Blättern. Der Boden unter der Pflanze beginnt aufgrund des Honigtau zu kleben. 

Erkennst du deinen Befall rate ich zu einem bewährten Hausmittel: Schmierseife*. Mische diese einfach im Verhältnis 1 zu 20 mit Wasser und trage das Gemisch auf die Pflanze auf. Hierbei ist besonders auf die Blattunterseite zu achten. 

Befinden sich nach 7 Tagen noch immer weiße Fliegen auf der Pflanze sollte der Vorgang wiederholt werden. 

Alternativ kann auch ein Pflanzenspray* eingesetzt werden. 


Pflegefehler

Häufig sind Fehler in der Pflege Schuld, wenn unsere Pflanzen nicht mehr 1a aussehen. Die häufigsten Pflegefehler und ihre Lösungen zeige ich dir hier! 

Tibouchina verliert Blätter

Verliert der Veilchenbaum seine Blätter, liegt dies meistens am Standort. Ist dieser zu dunkel oder zu kalt wirft der Veilchenbaum schnell seine Blätter ab. 

Bildung von Ödemen (Wassereinlagerungen in den Blättern)

Bilden sich Ödeme in den Blättern hat die Kübelpflanze zu viel Wasser. Überprüfe zunächst, ob das Substrat über ausreichend Drainage verfügt. 

Ist dies der Fall, solltest du gegebenenfalls deine Gießroutine anpassen. Das Substrat sollte stets leicht feucht sein. Nässe und besonders Staunässe sollten hingegen vermieden werden. 


Ich beantworte deine Fragen! 

Ist Tibouchina urvilleana winterhart?

Nein, Tibouchina urvilleana ist nicht winterhart. Ab einer Temperatur von 3 °C sterben Pflanzenteile ab. Daher sollte die Pflanze in der Wohnung bei 10 °C bis 15° °C überwintert werden. 

Ist Tibouchina urvilleana giftig?

Nein, Tibouchina urvilleana ist nicht giftig. Daher ist sie auch für Haushalte mit Kindern und Haustieren geeignet. Verzehren sollte man sie dennoch nicht. 


Nicht verpassen!



Quellen

Wikipedia EN
TheSpruce
sfgate.com
rhs.org.uk
edis.ifas.ufl.edu/

Letzte Aktualisierung am 25.09.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über den Autor
Richard Schmidt
Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon lange faszinieren mich Zimmerpflanzen. Deshalb finden sich in meinem kleinen Urban Jungle die verschiedensten Pflanzen - vom Mainstream-Syngonium hin bis zu wahren Raritäten. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen bin ich ein wahrer Sneakerhead.


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7 Gedanken zu „Tibouchina pflegen – die Pflege von Tibouchina urvilleana“

  1. Hallo, Richard,

    vielen Dank für diesen schönen Artikel. Leider konnte ich mein Problem hier nicht wiederfinden. Ich hoffe, du kannst mir diesbezüglich weiterhelfen. Und zwar habe ich im Frühsommer eine Tibouchina gekauft, ja, im Discounter, sehr klein und nicht im besten Zustand, allerdings dachte ich, das kriege ich schon hin. Ich habe sie nach ein paar Wochen umgetopft, etwas Mulch drauf und in die Sonne gestellt. Zuerst hat sie sich auch schön entwickelt, viele Blütenknospen ausgebildet etc. Und dann ist das irgendwann gekippt, ohne dass ich irgendetwas verändert hätte: Die Knospen sind, ohne sich zu öffnen, alle abgestorben, die Blätter haben Punkte bekommen, sich erst gelblich und dann an den Rändern bräunlich verfärbt, sind irgendwie eingetrocknet und dann abgestorben. Ich habe die Blätter anfangs entfernt, aber jetzt hat sie kaum noch Blätter, und ich weiß nicht wirklich, was ich machen soll. Hast du vielleicht eine Idee?

    Vielen Dank und viele Grüße Natascha

    Antworten
    • Hey Natascha,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Die von dir beschriebenen Flecken mit den braunen Rändern klingen sehr nach der Blattfleckenkrankheit. Diese kann durch verschiedene Pilze, aber auch durch Viren und Bakterien hervorgerufen werden.

      Indem du die Blätter entfernt hast, hast du richtig gehandelt. Neben einem passenden Fungizid* (vorausgesetzt es handelt sich um eine Pilzinfektion) hast du leider auch keine anderen Optionen.

      Je nach Größe des Befalls kann es auch ratsam sein, ganze Triebe zu entfernen. Desinfiziere nach dem Schnitt unbedingt dein Schneidwerkzeug. Sonst kann es sein, dass du Sporen oder Bakterien mit dem Schnitt auf der Pflanze verteilst.

      Neben der Blattfleckenkrankheit gibt es noch weitere mögliche Ursachen für sehr ähnliche Flecken auf den Blättern:

        Nährstoffmangel
        Sonnenbrand
        Überdüngung

      Nach deiner Beschreibung gehe ich aber mehr von der Blattfleckenkrankheit aus. Versuche die Tibouchina zu isolieren, damit keine weiteren Pflanzen angesteckt werden.

      Ich drücke dir die Daumen bei der Behandlung deines Veilchenbaums und hoffe dir mit den Informationen weitergeholfen zu haben!

      Beste Grüße aus dem Westerwald
      Richard

      Antworten
  2. Hallo, Richard,

    vielen Dank für deine schnelle Antwort! Ich habe mir jetzt mal Fotos von der Blattfleckenkrankheit angeschaut und muß sagen, daß das so gar nicht aussieht wie die Blätter von meiner Tibouchina. Da ist es mehr eine flächige und nicht so stark ausgeprägte Verfärbung. Und die Ränder sind quasi wie eingetrocknet. Aber Sonnenbrand kann es ja wirklich nicht mehr sein, und Überdüngung eigentlich auch nicht, weil ich nur beim Eintropfen Kompost hinzugegeben habe und ansonsten vielleicht noch gelegentlich mit etwas Bananenschalen-Sud gewässert. Hättest du sonst noch eine Idee?

    Antworten
    • Hey Natascha,
      nichts zu danken!

      Ich habe mich gestern nochmal mit deinem Problem auseinandergesetzt und noch ein paar weitere mögliche Ursachen gefunden:

      Winterruhe
      Je nachdem wie lange das Problem besteht kann es sein, dass bei deiner Pflanze die Winterruhe einsetzt. Das ist aktuell bei meinem Judasbaum der Fall (die Blätter haben größere braune, eingetrocknete Flächen und Blattränder).
      In den meisten Fällen behält die Pflanze ihr Laub über den Winter. Nur in wenigen Fällen überwintert sie „nackt“.

      Zu viel Kalk
      Tibouchina zählt zu den etwas empfindlicheren Pflanzen was Kalk angeht. Je nachdem wie viel Kalk in dem Gießwasser enthalten ist kann er auch zu Stressreaktionen wie das Abwerfen von Blättern und Blüten führen.

      Falscher Umtopfzeitpunkt
      In einem Forum habe ich einen Beitrag von 1999 gefunden in dem ein ähnliches Problem beschrieben wurde. In dem Fall wurde die Tibouchina umgetopft, als sie dabei war ihre Blüten auszubilden.
      Daraufhin hat sie die ungeöffneten Blüten und ein paar Blätter abgeworfen. In diesem Fall wurde der Umtopfzeitpunkt und der durch das Umtopfen entstandene Stress als Ursache ausgemacht.

      Luftfeuchtigkeit
      Die letzte Möglichkeit (die ich aber selbst für eher unwahrscheinlich halte) ist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit. Aus Außenpflanze ist sie kein Problem. Wenn du den Veilchenbaum jedoch als Zimmerpflanze hältst, solltest du versuchen eine eher hohe Luftfeuchtigkeit zu halten.

      Hoffentlich ist dieses Mal die Ursache dabei. Ansonsten bin ich leider erstmal überfragt. Sobald ich aber noch etwas in die Richtung herausfinde werde ich meinen Kommentar ergänzen. Man lernt ja mit der Zeit dazu. 🙂

      Beste Grüße aus dem Westerwald
      Richard

      Antworten
  3. Hallo, Richard,

    das ist ja total lieb, daß du dir soviel Mühe gemacht hast! Ich glaube allerdings, daß die Ursache immer noch nicht gefunden ist, denn das mit den Blüten hat sie ja schon im Sommer gemacht, also scheidet das mit der Winterruhe aus, zumal sie jetzt gar keine Blätter und Blüten mehr hat, und du hast ja gesagt, nackt ist eher die Ausnahme.

    Kalk glaube ich auch nicht, weil wir zum Gießen Regenwasser verwenden.

    Da ich sie schon im Sommer – also eher am Anfang – umgetopft habe und sie da noch gar keine Blüten hatte, scheidet, denke ich, auch das mit dem Streß aus.

    Und Luftfeuchtigkeit kann es ja bei der Außenhaltung nicht sein. Ich hoffe einfach mal, daß es die Kombi aus Discounterkauf und damit Streß und dann vielleicht sehr lange Eingewöhnung und jetzt auch nicht die optimalen Bedingungen (auf die Luftfeuchtigkeit sollte ich achten) ist und es dann zum Sommer besser wird. Dir in jedem Fall herzlichen Dank für deine Hilfe und viele Grüße! Natascha

    Antworten
  4. Hallo, ich habe mir die Prinzessinenblume vor einer Woche gekauft. Auf den Blättern zeigt sich jetzt vereinzelt ein mehlig aussehender Befall. Was fehlt der Pflanze nur? Hat jemand einen Tipp?
    Gruß Heike Geminiani

    Antworten
    • Hey Heike,

      ein mehliger Belag auf den Blättern klingt sehr nach Mehltau.

      Einen Befall solltest du relativ schnell mit einem Fungizid* (also einem Mittel gegen Pilze) in den Griff bekommen.

      Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte und wünsche dir viel Freude an deiner neuen Pflanze!

      Beste Grüße aus dem Westerwald
      Richard

      Antworten

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