Syngonium mottled pflegen – Die Pflege der gesprenkelten Purpurtute

Bei Syngonium mottled handelt es sich um einen beliebten Hybrid von Syngonium podophyllum. Er zeichnet sich durch seine verschiedenen Panaschierungen aus.

Syngonium mottled gilt als pflegeleicht und schnell wachsend was sie besonders bei Anfängern beliebt macht, welche eine außergewöhnliche Pflanze halten möchten.


Syngonium mottled pflegen
(Bild: © rukawajung – stock.adobe.com)


Herkunft

Als Hybrid hat Syngonium mottled keinen natürlichen Lebensraum. Er zählt zu der Familie der Aronstabgewächse (Araceae).

Auch wenn der Name Syngonium mottled die gängige Bezeichnung ist findet man ihn auch unter den Namen Syngonium podophyllum Mottled Arrowhead, Syngonium podophyllum mottled ‚Mojito‘ und Syngonium Mottled Leaf.

„Mottled“ ist Englisch und bedeutet so viel wie gesprenkelt, fleckig und bunt.


Aussehen und Erkennungsmerkmale der gesprenkelten Purpurtute

Als Jungpflanze macht Mottled Arrowhead einen recht zierlichen Eindruck. Durch das schnelle Wachstum der Zimmerpflanze ändert sich dieser jedoch recht schnell.

Die Triebe erreichen Höhen von bis zu 1,80 Meter. Dabei wird eine Breite von etwa 80 cm erreicht. Sie können sich jedoch nicht selbst stabilisieren und benötigen daher eine Kletterhilfe oder Pflanzenampel.

Das Besondere an dem Hybrid sind seine panaschierten Blätter. Junge Blätter sind noch hellgrün und weisen kaum Muster auf. Die Blattform erinnert dabei an ein Herz.

Altert das Blatt wird es Pfeilförmig. In diesem Prozess zeigen sich auch die Muster. Das Blatt ist nun in verschiedensten Grün-, Creme- und Weißtönen gesprenkelt.

Als immergrüne Kletterpflanze können diese abstrakten Kunstwerke das ganze Jahr über bestaunt werden.

Die Blüte 

Wie bei vielen anderen Vertretern der Aronstabgewächse erinnert die Form der Blüte an eine 8. Sie besteht aus einem Hüllblatt und einem Kolben. Das Hüllblatt ist außen hellgrün. Innen ist es cremefarben bis weißlich.

Der Kolben erinnert an den eines Einblatts.

Die Frucht

Nach der Bestäubung bildet sich eine rote Kapselfrucht. In dieser sind die Samen enthalten.


Toxizität

Purpurtuten gelten generell als giftig für den Menschen und Tiere. Sie erreichen Stufe 3 (mäßig giftig) der Toxizitätsklassen auf der Hodge- und Sterner-Skala.

Daher solltest du die Pflanze für Kinder und Haustiere unerreichbar platzieren.

Wird ein Teil der Pflanze verzehrt solltest du einen Arzt bzw. Tierarzt kontaktieren. Es kann hilfreich sein eine Probe der Pflanze mitzunehmen.

Da auch der Saft giftig ist solltest du unbedingt Handschuhe tragen, wenn du mit der Pflanze arbeitest. Ihr Saft kann Hautirritationen hervorrufen.


Der optimale Standort von Syngonium Mottled Leaf

Ein geeigneter Standort sollte über helles indirektes Licht verfügen. Direktes Sonnenlicht kann die Blätter schädigen. Daher sollte es die Zimmerpflanze nicht länger als 4 Stunden am Tag erreichen.

Halbschatten wird von dem Hybriden ebenfalls toleriert. Bekommt er jedoch nicht genug Licht verblasst die Musterung auf den Blättern.

Bei Temperaturen zwischen 17 °C und 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 % lässt sich das beste Wachstum erkennen. Oft ist diese Kombination in der Wohnung jedoch nur in einem Terrarium erreichbar.

Unter 40 % sollte die Luftfeuchtigkeit jedoch nicht für längere Zeit fallen. Dies kann braune Blattspitzen und in manchen Fällen auch braune Blattränder hervorrufen.

Zugluft sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Als Kletter- und Hängepflanze hast du verschiedene Optionen der Platzierung und Gestaltung. So kannst du  Syngonium mottled mit einer Pflanzenampel in den Raum hängen. Oder du kannst ein Spalier an der Wand befestigen und die Zimmerpflanze an diesem ranken lassen.

Alternativ kannst du auch Kletterhilfen wie Moosstäbe verwenden. Sagt dir keine der vorherigen Optionen zu kannst du auch einen kriechenden Wuchs erzielen und so zum Beispiel ein Fensterbrett füllen.


Wenn du dich für eine mobile Lösung entschieden hast kannst du Syngonium Mottled Leaf in den Sommermonaten auch nach draußen stellen. Verwende hierfür zunächst einen eher schattigen Platz um die Blätter an das Licht zu gewöhnen. In den kommenden Tagen kannst du die Pflanze dann Stück für Stück an ihren finalen Standort rücken.


Syngonium podophyllum Mottled Arrowhead überwintern

Werden die Tage wieder kürzer beginnt die Ruhephase von Syngonium podophyllum mottled ‚Mojito‘. In dieser Zeit stagniert das Wachstum und der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Daher wird ab Herbst bis ins Frühjahr das Düngen pausiert. Auch wird weniger gegossen.

In dieser Zeit sollte die Temperatur nicht unter 15 °C fallen. Dabei gilt es weiterhin die Luftfeuchtigkeit über 40 % zu halten. Wichtig ist es Abstand zu Wärmequellen wie Heizkörpern zu halten.

Die trockene Luft kann zu braunen Blattspitzen und Blatträndern führen.


Mottled Arrowhead gießen

Am besten ist es das Substrat gleichmäßig feucht zu halten. Da dies nicht immer möglich ist kannst du das Substrat zwischen dem Gießen antrocknen lassen. Auch ein kurzzeitiges Austrocknen des Wurzelballens verkraftet Syngonium Mottled Leaf.

Beim Gießen ist es wichtig durchdringend zu gießen. Anschließend wird Wasser, welches sich im Untersetzer oder dem Topf gesammelt hat abgegossen. So verhinderst du Staunässe welche schnell zu Wurzelfäule führt.

Generell gesprochen verträgt die gesprenkelte Purpurtute Trockenheit besser als Nässe.


Düngen

Obwohl der Hybrid ein recht rasches Wachstum aufweist braucht er verhältnismäßig wenig Nährstoffe. Teils wächst er auch ohne Düngergaben sehr gut.

Etwa ein Jahr nach dem Umtopfen sind die Nährstoffe in dem Substrat erschöpft. Ab diesem Zeitpunkt bietet es sich an die Pflanze mit einem Flüssigdünger* beim Wachstum zu unterstützen.

Vom Frühjahr bis zum Herbst, also in der Wachstumsphase, empfehle ich eine Düngergabe in Abstand von etwa vier Wochen.


Das perfekte Substrat

Purpurtuten bevorzugen ähnliches Substrat wie Philodendren. Das bedeutet, dass das Substrat reich an organischen Bestandteilen sein sollte. Die Wurzeln bevorzugen ein lockeres, luftiges Substrat.

Eine gute Drainage ist nötig um Wurzelfäule zu verhindern. Der pH-Wert sollte dabei zwischen 5,5 und 6,5 liegen.

Als einfaches und schnelles Substrat reicht es aus Grünpflanzenerde* mit Torf oder Perlit und etwas Pinienrinde zu mischen.


Umtopfen

Anders als die meisten Pflanzen wird Syngonium podophyllum Mottled Arrowhead nicht im Frühjahr umgetopft. In der Ruhephase reagiert die Zimmerpflanze sehr empfindlich auf Stress.

Daher wird sie im Sommer bis Spätsommer umgetopft. Dies geschieht in einem Intervall von zwei Jahren.

Aufgrund des schnellen Wachstums rate ich dazu einen Topf mit etwa 5 cm mehr Durchmesser zu wählen.

So gelingt das umtopfen:

  • Wähle einen passenden Topf (vorzugsweise mit Drainagelöchern) aus
  • Fülle diesen etwa ein Drittel mit Substrat
  • Nehme Syngonium mottled vorsichtig aus ihrem Topf und entferne loses Substrat
  • Wenn du nicht möchtest, dass dein Exemplar viel an Größe gewinnt hast du die Möglichkeit lange Wurzeln um etwa ¼ ihrer Länge zu kürzen.
  • Setze nun die Pflanze in den neuen Topf und fülle das restliche Substrat ein
  • Setze dabei den Hybriden nicht tiefer als zuvor
  • Jetzt noch angießen und das Umtopfen ist geschafft!


Schneiden

Regelmäßiges Schneiden hilft Syngonium mottled einen buschigen Wuchs zu geben. Auch grobe Rückschnitte verträgt sie, wenn sie eine entsprechende Größe hat.

Regelmäßige Rückschnitte verhindern jedoch auch, dass genug Energie zur Blütenbildung zur Verfügung steht.

Wann immer du mit der Zimmerpflanze arbeitest solltest du Handschuhe tragen. Ihr Saft kann zu Hautirritationen führen.

Verwende für den Schnitt eine saubere und scharfe Klinge. So verhinderst du Quetschungen und Infektionen der Schnittwunde.


Syngonium mottled vermehren

Syngonium podophyllum mottled ‚Mojito‘ lässt sich recht gut über Stecklinge und Ableger vermehren. Doch auch eine Vermehrung durch Samen ist möglich.

Vermehrung durch Samen

Samen sind bei uns leider sehr schwer zu bekommen. Auch sind die Keimbedingungen nicht immer leicht zu erreichen.

So bringst du die Samen zum Keimen:

  • Fülle kleine Töpfe mit Anzuchterde*
  • Gebe die Samen auf das Substrat und streue ein wenig Substrat über die Samen ohne diese vollständig zu bedecken
  • Stelle die Töpfchen in einen Anzuchtkasten* und feuchte die Anzuchterde an
  • Halte sie von nun an gleichmäßig feucht und lüfte einmal am Tag
  • Stelle den Anzuchtkasten an einen dunklen Ort und halte eine Temperatur um die 27 °C
  • Hierfür kann eine Heizmatte* hilfreich sein
  • Nach etwa vier Wochen sollten die ersten kleinen Pflanzen zu erkennen sein
  • Stelle den Kasten nun an einen hellen Platz ohne direktes Sonnenlicht
  • Nach weiteren vier bis acht Wochen kannst du die Jungpflanzen das erste Mal umtopfen

Ihre Pflege gleicht nun der Pflege von ausgewachsenen Exemplaren.

Vermehrung durch Stecklinge

Damit ein Steckling die besten Chancen hat zu überleben sollte er über mehrere Blätter und mindestens einen Blattknoten verfügen.

Schneide hierfür einfach ein passendes Stück von einem Trieb ab – Handschuhe nicht vergessen!

Stelle danach den Steckling einfach so in ein Glas Wasser, dass der Blattknoten unter der Wasseroberfläche ist. Das Wasser wird wöchentlich gewechselt um Algenbildung zu unterbinden.

Stelle den Steckling an einen hellen und warmen Ort. Breits nach zwei bis drei Wochen sollten erste Wurzeln erkennbar sein. Sobald diese fünf bis zehn Zentimeter lang sind kannst du die Jungpflanze in Substrat setzen.

Von nun an wird sie wie ein ausgewachsenes Exemplar gepflegt.

Vermehrung durch Ableger

Gerade ältere Exemplare bilden recht komplexe Wurzelsysteme aus. Im gleichen Zuge bilden sie auch Ableger. Diese Ableger können vorsichtig von der Mutterpflanze entfernt werden.

Entnehme hierfür die Pflanze vorsichtig aus ihrem Topf und entferne loses Substrat. Danach werden die Wurzeln zur Mutterpflanze hin gekappt.

Setze nun die Pflanzen in geeignete Töpfe mit passendem Substrat. Beide Pflanzen werden wie die Mutterpflanze gepflegt.

Durch diesen kräftezehrenden Prozess wird in diesem Jahr keine der Pflanzen Blüten ausbilden.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler von Syngonium mottled

Krankheiten

Syngonium Mottled ist sehr resistent was Krankheiten betrifft. Gelbe Blätter und ein schlappes Erscheinungsbild entstehen meist durch Pflegefehler.


Schädlinge

Auch Schädlinge sind nicht oft an dem Hybriden zu finden. Falls dennoch ein Befall eintritt sind es häufig die üblichen Verdächtigen: Blattläuse, Spinnmilben und Wollläuse.

Blattläuse

Blattläuse treten meistens in Gruppen auf. Sie werden bis zu 2 mm  groß und kommen in den unterschiedlichsten Farben daher. Häufig sind sie jedoch Grün oder Schwarz.

Am liebsten halten sich Blattläuse an Triebspitzen und unter Blättern auf. Diese werden gelb oder sterben gar ab.

Erkennst du einen Befall solltest du als erstes die Pflanze isolieren. Danach kannst du Hausmittel wie Neemöl* einsetzen.

Eine Alternative stellen Pflanzenschutzmittel* und natürliche Feinde wie wie der Marienkäferlarven* dar. 

Bei einem starken Befall ist es hilfreich befallene Pflanzenteile zu entfernen.

Spinnmilben

Spinnmilben oder auch rote Spinnen treten häufig in den Wintermonaten auf. Sie bilden netzartige Gebilde in den Blattachseln und unter den Blättern.

Bei kleinen Befällen reicht es schon aus die Blätter regelmäßig abzubrausen und die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Hilft dies nicht können auch Hausmittel wie ein Tabaksud oder spezielle Pflanzensprays* eingesetzt werden.

Als Alternative können auch Fressfeinde wie Raubmilben* auf den Pflanzen verteilt werden.

Wollläuse

Wollläuse fallen durch ihren weißen, wollartigen Panzer. Ähnlich wie Spinnmilben sitzen sie meist unter Blättern und in Blattachseln.

Kleine Befälle wirst du los, indem du die Schädlinge mit einem in Alkohol getränkten Tuch abstreifst.

Ist der Befall größer kannst du ein Pflanzenschutzspray* oder Hausmittel verwenden.

Als Hausmittel eignet sich eine Mischung aus einem Liter Wasser, 15 ml Schmierseife und weiteren 15 ml Spiritus. Diese Mischung wird alle zwei Tage auf den betroffenen Pflanzen verteilt.


Pflegefehler 

Häufig sind Pflegefehler die Ursache für gelbe Blätter oder andere Symptome. Im Folgenden schildere ich die häufigsten Symptome, erkläre ihre Ursache und gebe dir Hilfestellungen wie du sie wieder los wirst.

Gelbe Blätter

Gelbe Blätter können unterschiedliche Ursachen haben. Ist das Substrat trocken können sie ein Hinweis auf einen Wassermangel sein. Um dies zu beheben hilft eine gute Gießroutine.

Ist das Substrat hingegen nass können gelbe Blätter ein Hinweis auf Staunässe und Wurzelfäule sein. Schütte nach dem Gießen immer Wasser im Topf ab.

Hat sich ein fauliger Geruch gebildet solltest du Syngonium mottled unbedingt umtopfen. Entferne dabei rottende Wurzeln.

Verlust der Panaschierung

Verbleicht die Panaschierung der Blätter bekommen diese zu wenig Licht ab. Panaschierte Blätter haben generell einen höheren Lichtbedarf. Syngonium mottled braucht helles aber indirektes Licht.

Braune Blattspitzen oder Blattränder

Werden die Blattspitzen oder Blattränder braun ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Diese sollte bei mindestens 40 %, besser 60 % liegen. Um die Luftfeuchtigkeit anzuheben kannst du Schalen mit Wasser in der Nähe der Pflanze aufstellen.

Möchtest du eine bestimmte Luftfeuchtigkeit erreichen und halten kann es sich lohnen in einen Luftbefeuchter zu investieren.


Ich beantworte deine Fragen! 

Ist Syngonium mottled giftig?

Ja, Syngonium mottled ist für Mensch und Tier giftig. Daher sollte es für Kinder und Haustiere unerreichbar platziert werden.


Bei den mit einem Stern (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliatelinks. Kaufst du etwas über diesen Link erhalten wir einen Teil des Bestellwerts als Provision. So kannst du uns unterstützen! 

Nicht verpassen!



Quellen

plantophiles.com
labijo.id
plantcaretoday.com
ccohs.ca

Letzte Aktualisierung am 16.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Werbung
Photo of author
Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

Schreibe einen Kommentar

Werbung