Stephania erecta (pierrei) pflegen – Die Pflege der Mondsamenpflanze


Was im Winter einer Kartoffel gleicht, erwacht jedes Frühjahr zu neuen Leben. An den langen Trieben bilden sich rundliche Blätter – wie Schilde.


Knollen der Mondsamenpflanze mit ersten Trieben und grünen Stephania erecta Blättern auf weißen Hintergrund
(Bild: © chomplearn_2001 – stock.adobe.com)


Herkunft der Stephania erecta

Die Stephania erecta stammt aus dem Raum Südostasiens. Größere Populationen sind besonders in Thailand zu finden.

Dort wächst die Sukkulente in lichten Wäldern.

Stephania ist eine Pflanzengattung, welche der Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae) angehört.


Namen und Namensherkunft

Um 1910 wurde die Tropensukkulente von dem deutschen Botaniker Friedrich Ludwig Emil Diels (1874 – 1945) beschrieben. Er taufte sie Stephania pierrei.

Zu der Namensherkunft gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche Botaniker sagen, dass sich das Genus Stephania auf die Bedeutung „die Gekrönte“ bezieht. Damit sind wahrscheinlich ihre Blüten gemeint.

Andere gehen davon aus, dass das Genus sich auf den österreichischen Botaniker Stephan Ladislaus Endlicher (1804 – 1849) bezieht.

„Erecta“ ist latein und bedeutet so viel wie aufrichten oder erheben. Dies bezieht sich auf den langen geraden Trieb, der im Frühjahr aus der Knolle austreibt.

Ihr eigentlicher Name „pierrei“ bezieht sich auf den französischen Botaniker Jean Baptiste Louis Pierre (1833 – 1905). Er war besonders für seine Studien in Asien bekannt.

Interessant ist, dass der Name Stephania erecta nur ein Mal in der Literatur auftaucht: im „Bulletin of Miscellaneous Information“ der Royal Botanical Society at Kew Gardens. Zu ihr gibt es nur eine Standortangabe, welche sich als ganz Südostasien entpuppt.

Stephania pierrei hingegen ist gut dokumentiert und offiziell anerkannt.

Ihr eigentlicher Name hat sich jedoch nach all der Zeit nicht durchgesetzt. Auch heute ist sie daher als Stephania erecta in vielen Läden und Literaturen zu finden.

Bei uns wird sie auch Mondsamenpflanze und Caudexpflanze genannt.


Aussehen und Erkennungsmerkmale der Caudexpflanze

Das wohl markanteste Merkmal der Mondsamenpflanze ist ihre große Knolle. Durch ihre Farbe und Form wird sie oft auch liebevoll Kartoffel genannt. Sie kann Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen. Dies kann jedoch bis zu 20 Jahre dauern.

Statt rund wächst sie ovalförmig.

Die Knolle dient der Sukkulente als Wasser- und Nährstoffspeicher. So kann sie auch längere Trockenperioden unbeschadet überstehen.

Bei den Knollen gibt es eine Besonderheit: es gibt männliche und weibliche Knollen. Sie unterscheiden sich nur in der Art und Weise wie sie austreiben. Männliche Exemplare bilden im Frühjahr zuerst Blüten aus. Danach folgen die Blätter. Bei weiblichen Kartoffeln ist es genau andersrum.

An der Oberseite der Kartoffeln befindet sich ein Blattknoten. Häufig zeigt sich dieser durch einen ringförmigen Wuchs an einer Seite der Kartoffel. Aus diesem Blattknoten sprießt im Frühjahr ein Trieb.

Unter der Knolle sprießen die feinen Wurzeln.

Anders als die Wurzeln stirbt der hellgrüne Trieb während der Winterruhe ab. Jahr für Jahr treibt er höher aus. Maximal kann er jedoch eine Höhe von etwa 1,10 m erreichen. An dem kletternden Trieb sitzen die bis zu 5 cm langen Blattstiele.

An ihrem Ende sitzen runde, schildähnliche Blätter. Diese werden zwischen 1,5 cm und 6 cm groß. Sie strahlen in einem satten grün, wobei die Blattadern deutlich sichtbar sind. Fast wie Räder entspringen sie der Mitte des Blattes.

Insgesamt ähneln die nicht-sukkulenten Blättern denen der Pilea sehr. Vom Wuchs und ihrem Erscheinungsbild hat sie jedoch auch mit der Schildkrötenpflanze viele Gemeinsamkeiten.

Die Blüte 

Die Caudexpflanze kann jährlich Blüten ausbilden. Die Blüten werden im Frühjahr ausgebildet. Je nach Geschlecht vor oder nach der Bildung der Blätter.

An einzelnen Trieben bilden sich ganze Bündel aus kleinen gelben bis grünlichen Blüten. Die Blüten selbst haben je 8 Blütenblätter. Ihre Pollen sind kreisförmig angeordnet.

Hier findest du ein Bild der Blüten.

Die Frucht

Jede bestäubte Blüte kann zu einer Frucht heranreifen. Die Früchte selbst sind beerenartig. Jung sind sie noch grün. Sind sie reif, haben sie einen knalligen Rotton.

In den Früchten sind auch die Samen enthalten.

Ein Bild der Früchte findest du hier.


Weitere Sorten und Arten

Insgesamt gibt es etwa 70 weitere Arten von Stephania. Die häufig vermutete Schildkrötenpflanze gehört nicht dazu. Nicht alle der Arten sind bei uns auch käuflich.

Die beliebtesten Arten sind:

  • Stephania nova
  • Stephania suberosa
  • Stephania venosa
  • Stephania cepharantha ‘Hayata’


Toxizität

Die Stephania pierrei ist als giftig einzustufen. Häufige Symptome bei einem Verzehr sind Erbrechen, Übelkeit und Brechreiz.

Sie sollte nach Möglichkeit außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.

Andere Stephania-Arten werden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet.


Der optimale Standort für Stephania pierrei

Der Standort der Stephania erecta sollte über helles indirektes Licht verfügen. Direkte Sonne kann die Blätter beschädigen. Eine Temperatur zwischen 16 °C und 26 °C bietet die beste Grundlage für das Wachstum.

Liegt die Luftfeuchtigkeit über 60 % ist volles Laub zu beobachten. Fällt die Luftfeuchtigkeit unter 40 % können braune Blattspitzen und Blattränder auftreten.

Ein gewisser Abstand zu Fenstern und Wärmequellen wie Heizkörpern sollte gehalten werden, um Zugluft bzw. zu trockene Luft zu verhindern.

In den warmen Sommermonaten kann Stephania erecta auch nach draußen gestellt werden. Versuche sie zunächst geschützt zu stellen. So kann sie sich an den neuen Standort gewöhnen.


Die Mondsamenpflanze überwintern

Sobald sich der Winter ankündigt, beginnt die Mondsamenpflanze sich auf ihre Winterruhe vorzubereiten. Zu Beginn werden die Blätter abgeworfen. Danach zieht sie sich in die Knolle zurück. Abgefallene und tote Blätter solltest du stets entfernen.

In wenigen Fällen kommt es vor, dass keine Winterruhe einsetzt. Hier bleiben die Blätter an der Pflanze. In diesem Fall kannst du einfach das Düngen und Gießen reduzieren. Die Pflanze versetzt sich dann alleine in Winterruhe.

Der Standort muss in dieser Zeit nicht verändert werden. Er sollte lediglich trocken und warm sein. Ob du die Stephania pierrei dunkel oder hell überwintern möchtest ist dir überlassen. Ich selbst stelle sie etwas dunkler.

Während der Überwinterung muss die Sukkulente fast nicht mehr gegossen werden. In dieser Zeit wird sie daher leicht übergossen. Das Düngen wird bis zum Frühjahr komplett eingestellt.

Mit dem Frühling erwacht die Knolle wieder zum Leben. Falls du sie dunkel überwintert hast, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, sie wieder heller zu stellen. Gegen Ende des Frühlings kannst du die Wassergaben erhöhen. Auch erste kleine Düngegaben können ab jetzt gegeben werden.

Durch diese Reize wird neues Wachstum animiert. Bis dieses jedoch auch sichtbar wird, kann es Wochen und in manchen Fällen sogar Monate dauern.


Stephania erecta gießen

Als Sukkulente kommt die Stephania erecta super auch mit weniger Wasser zurecht. Gegossen wird immer, sobald das Substrat an der Oberfläche angetrocknet ist. In der warmen Jahreszeit kann dies zu wöchentlichen Wassergaben führen.

In der kalten Jahreszeit hingegen kann es sein, dass mal einen ganzen Monat lang nicht gegossen wird.

Versuche um die Knolle herum zu gießen. Zum Gießen selbst eignet sich lauwarmes Wasser. Da die Zimmerpflanze etwas empfindlicher auf Kalk reagiert empfehle ich kalkfreies Wasser zu verwenden.


Düngen

Um die Caudexpflanze zu düngen, kann sowohl flüssiger Sukkulentendünger* als auch Langzeitdünger verwendet werden. Ich selbst bevorzuge Flüssigdünger, da man ihn besser dosieren kann. Verwende aber den Dünger, der am besten zu deiner Pflege passt.

Da sie nicht viele Nährstoffe braucht empfehle ich tendenziell weniger zu düngen. Das entspricht etwa einem Intervall von vier bis acht Wochen.


Das perfekte Substrat für Stephania perrei

Das Substrat darf nicht zu viel Wasser halten. Auch Nährstoffe dürfen nur mäßig vorhanden sein. Aus diesen Gründen wird sie oft in Kies* oder Tongranulat* gehalten.

In diesen Fällen muss die Sukkulente zusätzlich mit Nährstoffen versorgt werden.

Alternativ eignet sich Kakteen- und Sukkulentenerde* bestens für die Kultivierung der Stephania erecta. Wünschst du dir hier eine noch bessere Drainage kannst du einfach etwas Kies oder Sand untermischen.


Umtopfen

Durch ihr langsames Wachstum muss die Mondsamenpflanze nur etwa alle drei Jahre umgetopft werden. Der günstigste Zeitpunkt für den Topfwechsel ist der Sommerbeginn. Zu dieser Zeit fängt die Knolle an neue Triebe auszubilden.

Wähle unbedingt einen Topf mit Drainagelöchern, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann.

Lasse das alte Substrat an den Wurzeln. Die Zimmerpflanze erleidet recht schnell einen Schock, wenn die Wurzeln beschädigt werden. Aus diesem Grund darfst du das Substrat auch nicht andrücken, wenn du es um die Pflanze gibst. Durch Klopfen gegen den Topf fallt es in die Lücken.

Wie zuvor sollte nur die halbe Knolle mit Substrat bedeckt sein.


Stephania erecta einpflanzen

Wenn du eine Stephania erecta erwirbst, kommt sie meistens als Knolle ohne Austrieb und Wurzeln an. In diesem Fall muss sie eingepflanzt werden. Diesen Prozess musst du nur ein Mal durchlaufen. Auch nach dem Umtopfen ist er nicht notwendig.

Bevor wir loslegen brauchst du folgende Dinge:

  • ein Topf mit Drainagelöchern
  • ein Substrat deiner Wahl
  • ein Gefäß mit warmen Wasser, etwas größer als die Knolle

Wenn du alles parat hast, können wir loslegen!

  1. Lege zunächst die Knolle mit der Wurzelseite für einen Tag in warmes Wasser. Falls du dich fragst, welche Seite denn die Unterseite ist, sind hier ein paar Merkmale um sie zu identifizieren.

    Anders als die Unterseite verfügt die Oberseite über einen Blattknoten. Dieser ist von einer ringförmigen Erhebung umgeben. Die Oberseite läuft auch anders als die Unterseite spitz zu.

    Dieser Schritt hilft die Knolle aus ihrem Schlaf zu erwecken und erste Reize für den Austrieb zu setzen. Bis der Austrieb jedoch stattfindet, kann es teils sogar Monate dauern.

  2. Gebe eine Drainageschicht aus Steinen oder Tonscherben in den Topf. So verbesserst du die Drainage und verhinderst, dass Substrat aus den Drainagelöchern fällt.

  3. Fülle nun den Topf zu 2/3 mit deinem bevorzugten Substrat.

  4. Lege nun die Knolle mit der Wurzelseite auf das Substrat. Drücke sie dabei nicht in das Substrat. Ist dieses locker erleichtert es das Wurzelwachstum. Auch kommt den Wurzeln der Sauerstoff zugute.

  5. Als Nächstes wird Substrat um die Knolle herumgeben bis diese etwa zur Hälfte bedeckt ist. Durch Klopfen gegen den Topf fällt es in mögliche Hohlräume.

  6. Als letzter Schritt wird das Substrat angegossen, bis sich Wasser im Untersetzer sammelt. Nach ein paar Minuten wird das überschüssige Wasser weggeschüttet.

    Von nun an gilt es das Substrat feucht zu halten. Falls du dir unsicher bist, halte es lieber zu trocken als zu nass.


Die Caudexpflanze schneiden

Auch wenn kein Zierschnitt notwendig ist, solltest du tote und kranke Blätter stets entfernen. Kürze den Trieb bei der Überwinterung nicht, solange er noch grüne Blätter trägt.

Wie auch sonst empfehle ich saubere und scharfe Klingen zu verwenden. So kannst du Quetschungen und Infektionen vorbeugen. Zum Schütz vor dem giftigen Saft kannst du Handschuhe tragen.


Stephania erecta vermehren

Stephania pierrei wird ausschließlich über Samen vermehrt. Samen sind in diversen Online-Shops und Marktplätzen erhältlich. In vielen Fällen ist es jedoch einfacher und schneller direkt Jungpflanzen zu erwerben.

Falls du dich dennoch an einer Aufzucht über Samen probieren möchtest, findest du hier eine kurze Anleitung.

  • Gebe die Samen zunächst über Nacht in lauwarmes Wasser. So saugen sie sich mit Wasser voll, was die Keimung erleichtert. Zudem schwimmen nicht keimfähige Samen an der Oberfläche.

  • Als Nächstes werden die Samen etwa einen halben Zentimeter tief in Kakteen- und Sukkulentenerde gegeben. Bedecke dabei die Samen nicht mit Substrat.

  • Von nun an gilt es das Substrat feucht zu halten. Umso besser, wenn du dabei eine Luftfeuchtigkeit von etwa 60 % halten kannst. Am besten funktioniert das in einem Anzuchtkasten. Dieser muss aber täglich gelüftet werden.

  • Eine Bodentemperatur von 19 °C gilt als optimal. Mit einer Heizmatte stellt dies jedoch kein Problem dar.
    Ich selbst verwende diesen Anzuchtkasten* und diese Heizmatte*. Mit beiden bin ich sehr zufrieden.
  • Die Keimung selbst kann bis zu einem halben Jahr dauern. Sind dann jedoch kleine Keimlinge zu sehen, können diese bereits mit dem dritten Blatt in eigene Gefäße gesetzt werden.

    Ihre Pflege unterscheidet sich dann nicht mehr von der Pflege einer ausgewachsenen Pflanze.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler von Stephania erecta (Stephania pierrei)

Krankheiten

Selten kommt es vor, dass Stephania erecta von Krankheiten geplagt wird. Kommt es dennoch vor handelt es sich meistens um die Blattfleckenkrankheit oder Mehltau.

Blattfleckenkrankheit

Bei der Blattfleckenkrankheit infizieren sich die Blätter deiner Pflanze mit Pilzen. Aber auch Bakterien und Vieren können die Krankheit auslösen.

Du erkennst die Blattfleckenkrankheit an den braunen runden Flecken auf den Blättern. Häufig haben sie eine helle Umrandung.

Im Regelfall hilft es nur, die infizierten Blätter zu entfernen. Reinige danach unbedingt dein Schneidwerkzeug. Sonst kann es passieren, dass du die Erreger auf der Pflanze verteilst.

Handelt es sich bei dem Auslöser um einen Pilz kannst du zusätzlich ein Fungizid* verwenden.

Mehltau

Auch bei Mehltau handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Man unterscheidet hier zwischen dem echten Mehltau und Falschen Mehltau. Der Mehltau überzieht die Blätter mit einem mehlartigen Belag.

Er kann auftreten, wenn die Pflanze zu feucht ist oder zu wenig Luftzirkulation hat.

Erkennst du Mehltau solltest du die befallenen Blätter entfernen. Auch hier sollte das Schnittwerkzeug gereinigt werden, um eine Verbreitung zu verhindern.

Zusätzlich kannst du ein Fungizid* verwenden.


Schädlinge

Schädlinge sind nicht häufig zu sehen. Dafür treten sie aber in verschiedenen Formen auf. Die häufigsten Schädlinge sind die Blattläuse, Spinnmilben und Thripsen. In seltenen Fällen kann auch die weiße Fliege auftreten.

Häufig treten Schädlingsbefälle während der Überwinterung auf. Grundsätzlich sollte bei einem Schädlingsbefall die Pflanze isoliert werden, um eine Verbreitung zu verhindern.

Befall durch Blattläuse

Mit Abstand am häufigsten treten Blattläuse auf. Sie können verschiedene Farben haben. Gängig sind jedoch die Farben Grün, Schwarz, Weiß und Gelb.

Einen leichten Befall bekommst du durch mehrmaliges Abbrausen unter Kontrolle. Bei mittleren Befällen reicht es ein Hausmittel wie eine Schmierseifenlösung aus.

Vermische für die Lösung einfach 1 Liter Wasser und etwa 50 Gramm Schmierseife*. Die Mischung wird dann in Abstand von drei bis vier Tagen auf die Pflanze aufgetragen.

Ist der Befall jedoch stark, ist es ratsam, die befallenen Triebe anzuschneiden. Zusätzlich sollte ein Pflanzenschutzmittel* verwendet werden.

Befall durch Spinnmilben

Bei Spinnmilben handelt es sich um kleine rote Milben. Sie bauen netzartige Konstrukte in den Blättern und den Blattachseln.

Bei einem kleinen Befall reicht es, die Zimmerpflanze mehrfach abzubrausen.

Handelt es sich um einen mittleren Befall, können Hausmittel wie eine Seife-Spiritus-Mischung eingesetzt werden. Mische hier einfach 35 ml Spiritus mit 25 g Seife und 1 l Wasser. Die Mischung wird im Abstand von drei bis vier Tagen aufgetragen.

Bei schweren Befällen rate ich zu Pflanzenschutzmittel* und Fressfeinden wie der PP-Raubmilbe*.

Befall durch Thripsen

Bei den kleinen Fransenflüglern kann es sich um sehr lästige Schädlinge halten. Durch ihre Flügel befallen sie recht schnell auch andere Pflanzen.

Die Thripse selbst ist ein kleiner schwarzer Käfer (1 bis 3 mm lang), welche sich besonders auf den Blättern finden lässt. Die Larven wachsen im Substrat heran.

Da es bei Thripsen keine Zeit zu verlieren gibt solltest du die Stephania erecta zunächst abbrausen. Danach kannst du sie mit einer Mischung aus 20 g Schmierseife* und 1 l Wasser besprühen. Diese Prozedur muss nach etwa 4 Tagen erneut durchgeführt werden.

Bei stärkeren Befällen rate ich zu einem Pestizid* zu greifen.

In jedem Fall solltest du das Substrat erneuern. Sonst kehrt der Befall zurück, sobald die Larven entwickelt sind.

Um den Befall zu überprüfen, kannst du zusätzlich Blautafeln* verwenden.

Befall durch weiße Fliegen

In selten Fällen befällt die weiße Fliege die Stephania pierrei. Häufig sitzt sie an den Blättern der Sukkulente. Berührst du diese beginnen die weißen Fliegen zu fliegen.

Gegen sie hilft wie bei vielen anderen Schädlinge eine Schmierseifen-Lösung. Mische hierfür einfach 1 l Wasser mit 50 ml Schmierseife*. Diese Lösung wird dann auf der ganzen Pflanze verteilt.

Nach 5 Tagen solltest du den Befall überprüfen und die Prozedur gegebenenfalls wiederholen.


Pflegefehler 

Macht deine Pflanze einen kranken oder schlappen Eindruck liegt dies meistens an Pflegefehlern. Die häufigsten Pflegefehler findest du hier.

Gelbe Blätter

Gelbe Blätter sind nicht immer ein Grund zur Sorge. Handelt es sich bei den gelben Blättern um die untersten Blätter, wirft Stephania pierrei diese von Zeit zu Zeit ab. Dafür bilden sich an der Triebspitze neue Blätter.

Auch, wenn gelbe Blätter im Herbst und Winter auftreten musst du dir keine Sorgen machen. In dieser Zeit zieht sich die Mondsamenpflanze in ihre Knolle zurück, wo ihre Überwinterung stattfindet. In diesem Zuge wirft sie ihre Blätter ab.

Werden jedoch Blätter zu einer anderen Zeit gelb, kann dies ein erstes Zeichen auf zu viel oder zu wenig Wasser sein. Auch kann es auf zu viel Kalk im Gießwasser oder zu kaltes Gießwasser hindeuten.

Gelbe Blätter mit braunen Flecken

Treten diese Blätter im Herbst oder Winter auf, sind sie häufig ein erstes Zeichen auf die bevorstehende Winterruhe.

Fühlt sich jedoch die Knolle weich an und das Substrat riecht nach Fäule, handelt es sich um Wurzelfäule. In diesem Fall solltest du die Knolle in frisches Substrat geben. Entferne in dem Prozess das alte Substrat und rottende Wurzeln.

Die Überlebenschancen bei Wurzelfäule sind leider relativ gering.

Wurzelfäule entsteht, wenn die Wurzeln zu lange zu nass sind. Bei Stephania pierrei tritt sie recht schnell auf.

Braune Blattspitzen und Blattränder

Braune Blattspitzen und braune Blattränder treten bei zu viel Sonneneinstrahlung und zu geringer Luftfeuchtigkeit auf. Der Standort sollte hell sein, jedoch ohne direktes Sonnenlicht. Zudem sollte er über eine Luftfeuchtigkeit von um die 60 % verfügen.

Um die Luftfeuchtigkeit kontrolliert zu erhöhen und zu halten kannst du einen Luftbefeuchter verwenden.

Ausbleibendes Wachstum

Bleibt das Wachstum aus, kann dies drei Gründe haben:

  • zu wenig Nährstoffe
  • zu wenig Licht
  • die Winterruhe steht bevor

Steht die Mondsamenpflanze schon über ein Jahr in Substrat oder wird in Kies gehalten, sollte sie durch Dünger mit Nährstoffen versorgt werden. Ihr Standort sollte hell, jedoch ohne direktes Sonnenlicht sein.

Schrumpelige Knolle

Zieht die Knolle sich zurück und wird schrumpelig, kann dies auf einen Wassermangel oder einen zu warmen Standort hindeuten.

Weiche Knolle

Ist die Knolle weich handelt es sich um Wurzelfäule. Wurzelfäule tritt auf, wenn die Wurzeln zu lange zu nass waren. Bei der Stephania erecta geschieht dies leider recht schnell.

Entdeckst du Wurzelfäule solltest du umgehend das Substrat wechseln. In diesem Zuge müssen alle rottenden Wurzeln entfernt werden.

Ist die Knolle in frischem Substrat darf dieses nicht gedüngt werden. Dies würde die Wurzeln nur weiter schädigen.

Leider sind die Überlebenschancen bei Wurzelfäule im allgemeinem recht gering.


Ich beantworte deine Fragen! 

Ist Stephania pierrei (erecta) giftig?

Stephania pierrei (erecta) ist als giftig einzuordnen. Daher solltest du sie für Kinder und Haustiere unerreichbar platzieren.  


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Quellen

Bihrmann.com
Trendlocus.com
Ukhouseplants.com
Rootedhues.com

Letzte Aktualisierung am 3.12.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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