Philodendron domesticum pflegen – Die Pflege des Spatenblatt-Philodendron

Der Spatenblatt-Philodendron ist bei uns eher selten zu finden. Doch gerade in den USA erfreut er sich unter Philodendron-Liebhabern großer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt an der einfachen Pflege und den eindrucksvollen Blättern.


Philodendron domesticum pflegen - Spatenblatt-Philodendron in Gläsern
(Bild: © mariecristabernjoyce – stock.adobe.com)


Herkunft des Philodendron domesticum

Philodendron domesticum stammt wie viele anderen Philodendron-Arten aus den südamerikanischen Regenwäldern. Dort wächst er im Schutz großer Bäume.

Er wurde jedoch auch schon in Singapur, Togo und auf den Cookinseln gesichtet.

Bei uns ist dieser Philodendron auch als Spatenblatt-Philodendron und Burgunder-Philodendron bekannt.

Er gehört der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) an.


Aussehen und Erkennungsmerkmale

Das auffallendste Merkmal an diesem Philodendron sind die Blätter. Sie können bis zu 60 cm lang und 25 cm breit werden. Dabei ähneln sie langgezogenen Herzen.

Ihrer Form verdanken sie auch den Namen Spatenblatt-Philodendron.

Die Blätter selbst haben ein sattes Grün mit einem leichten Glanz. Junge Blätter sind hellgrün und glänzen intensiver.

Wer sich mehr Textur und Muster der Blätter wünscht, kann zu der Variegata-Variante greifen. Hier haben die Blätter gelbliche bis creme-weiße Muster und Flächen.

Philodendron domesticum ist wie viele andern Philodendron-Arten eine Kletterpflanze. Daher bildet er kräftige Triebe aus. Bietet man Ihnen keine Kletterhilfe hängen sie und bilden einen kriechenden Wuchs.

Die Triebe und Blattstiele sind dunkler und stellen einen Kontrast zu den Blättern dar. So hat er den Namen Burgunder-Philodendron bekommen.

In der Natur kann der Philodendron bis zu 3 Meter hoch werden. In der Wohnung bleibt er meist kleiner. Das Limit liegt hier bei 2,20 m bis 2,5 m.

Die Blüte 

Wie viele Philodendren bildet auch Philodendron domesticum eine Blüte bestehen aus einem Hüllblatt und einem weißen Kolben aus.

Das Hüllblatt ähnelt von der Form einer 8. Es ist außen grün. Innen ist es zur Spitze hin cremefarben. Zum Kolben hin ist es rötlich gefärbt.

Gerade bei Zimmerphilodendren ist eine Blüte eine echte Rarität. Häufig dauert es über 20 Jahre bis Blüten ausgebildet werden.

Hier findest du ein Bild der Blüte.

Die Frucht

Nach der erfolgreichen Befruchtung bildet sich eine Beere. Nach ihrer Reife fällt sie zu Boden wo aus den Samen neue Philodendren keimen.


Weitere Sorten und Variationen

  • Philodendron domesticum Variegata – gelbe bis weiße Panaschierung der Blätter, teils ganze Blatthälfte
  • Philodendron domesticum „Lemon Lime“ – leuchtende gelbgrüne Blätter

Besonders Philodendron domesticum Variegata gilt als echte Rarität. Das merkt man deutlich am Preis: bereits Jungpflanzen kosten bis zu 600,- €.


Toxizität

Alle Teile des Spatenblatt-Philodendron enthalten Calciumoxalatkristalle. Diese dienen dem Schutz vor Fressfeinden.

Die nadelförmigen Kristalle verursachen bei Hautkontakt Hautirritationen. Werden sie verzehrt, kann es zu starkem Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Schluckbeschwerden kommen.

Neben den offensichtlichen Symptomen kann es zu Magen-Darm-Blutungen und Nierenschäden kommen.

Daher sollte die Zimmerpflanze außer Reichweite von Kindern und Haustieren stehen.

Wurden Teile der Pflanze verzehrt, rate ich einen Arzt aufzusuchen. Zusätzlich kann man sich von der Giftzentrale Bonn beraten lassen.

Hat dein Haustier einen Teil der Pflanze verzehrt, suche einen Tierarzt auf.

In beiden Fällen kann es hilfreich sein, eine Probe der Pflanze mitzunehmen.

Der optimale Standort des Spatenblatt-Philodendron

Ein guter Standort kann nicht nur das Wachstum unterstützen. Er wirkt auch präventiv für Schädlinge und Krankheiten.

Der Standort sollte das ganze Jahr über Temperaturen zwischen 13 °C und 27 °C haben. Temperaturen über 27 °C können Stress auslösen, werden jedoch toleriert.

Schlimmer sind hingegen zu niedrige Temperaturen. Bereits ab 10 °C wächst die Zimmerpflanze langsamer. Zugluft macht ihr auch zu schaffen. Daher solltest du sicherstellen, dass du ausreichend Abstand zu Türen und Klimageräten hältst.

Für ein schnelles Wachstum ist helles, indirektes Sonnenlicht optimal. Doch auch mit Halbschatten kommt der Exot gut zurecht. Direktes Sonnenlicht kann Verbrennungen auf den Blättern verursachen. Geeignet sind daher besonders Süd- und Westfenster.

Durch den natürlichen Lebensraum hat Philodendron domesticum eine Vorliebe für erhöhte Luftfeuchtigkeit. Für ein kräftiges Wachstum empfehle ich daher eine Luftfeuchtigkeit von 60 % +. Diese ist in der Wohnung jedoch nur schwer zu erreichen und kann Schimmel begünstigen.

Daher reichen in der Wohnung 40 % + aus. Diese erreichst du am einfachsten mithilfe eines Luftbefeuchters.

Fällt die Luftfeuchtigkeit länger unter 40 % können braune Blattspitzen und Blattränder die Folge sein.

Aufgrund der Luftfeuchtigkeit eignet sich der Philodendron für Räume wie die Küche und ein helles Badezimmer.

Wenn du möchtest hast du die Möglichkeit den Philodendron über die Sommermonate nach draußen zu stellen. Hierfür sollten die Temperaturen konstant über 15 °C liegen.

Wähle einen geschützten Standort im Halbschatten, um die Blätter an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Danach kannst du ihn heller stellen.

Fallen die Temperaturen nachts wieder unter 15 °C ist es an der Zeit den Exoten wieder ins Haus oder den Wintergarten zu holen.


Philodendron domesticum überwintern

Als Tropenpflanze ist Philodendron domesticum nicht frosthart. Erste Schäden treten bereits bei Temperaturen um die 5 °C auf.

Während der Überwinterung an einem hellen und warmen Platz sollte nicht mehr gedüngt werden. Auch das Gießen wird reduziert.

In dieser Zeit ist es wichtig die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten. Ist diese zu niedrig oder steht die Zimmerpflanze zu nah an einem Heizkörper, können die Blattspitzen und -ränder braun werden.


Burgunder-Philodendron gießen

Wie bei vielen anderen Philodendron-Arten gilt auch bei dem Spatenblatt-Philodendron „Weniger ist mehr“.

Staut sich Nässe an den Wurzeln neigen diese schnell zum Faulen. Wurzelfäule ist das Ergebnis. In diesem Zustand ist die Pflanze nur schwer zu retten.

Daher rate ich dazu einen Topf mit Drainagelöchern zu verwenden. Wasser, welches sich nach dem Gießen im Topf sammelt, sollte weggeschüttet werden.

Gegossen wird immer dann, wenn das Substrat oberflächlich angetrocknet ist.

Im Sommer ist dies häufig bereits nach etwa einer Woche der Fall. Im Winter kann es aber auch zwei bis drei Wochen dauern.


Spatenblatt-Philodendron düngen

Da der Burgunder-Philodendron recht schnell wächst, braucht er zunehmend Nährstoffe. Nach dem Umtopfen erhält er diese über das Substrat. Danach kann man das Wachstum durch Dünger unterstützen.

Je nach Vorliebe kann ein Flüssigdünger* oder auch ein Langzeitdünger* verwendet werden. Zu Beginn wird Flüssigdünger in halber Dosis verabreicht. Gedüngt wird von Frühjahr bis Herbst etwa alle drei bis vier Wochen.

In den Wintermonaten entschleunigen der Stoffwechsel und das Wachstum. Daher wird in dieser Zeit nicht gedüngt.


Das perfekte Substrat für den Spatenblatt-Philodendron

Als Kletterpflanze bevorzugt der Exot ein lockeres, aber reichhaltiges Substrat. So gelangt Luft an die Wurzeln und diese haben genug Platz sich leicht auszubreiten.

Ein großer Anteil organischer Bestandteile ist von Vorteil! Optimal ist ein leicht saurer pH-Wert zwischen 5,0 und 7,5.

Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit nicht zu lange gebunden ist. Sonst kann es schnell zu Wurzelfäule kommen.

Beliebte Mischungen sind:

Häufig wird noch Lavagranulat* oder Sand untergemischt, um die Drainage zu verbessern.

Ich selbst nutze eine fertig gemischte Philodendron & Monstera Erde bestehend aus:

Burgunder-Philodendron umtopfen

Im Laufe der Zeit wächst der Spatenblatt-Philodendron und verbraucht dabei die im Substrat enthaltenen Nährstoffe. Beides sind Gründe, weshalb der Philodendron regelmäßig umgetopft werden muss.

Als Faustregel gilt: topfe um, wenn Philodendron domesticum seine Größe verdoppelt oder bereits ein Jahr lang nicht umgetopft wurde. Ein weiterer guter Indikator sind die Wurzeln. Sobald diese durch die Drainagelöcher wachsen sollte umgetopft werden.

Der neue Topf sollte einen etwa 5 cm größeren Durchmesser haben als der vorherige Topf. Ein guter Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr.

So topfst du um:

  • Nehme den neuen Topf (etwa 5 cm mehr Durchmesser als der aktuelle Topf).
  • Fülle den Topf etwas weniger als die Hälfte mit Substrat.
  • Nehme Philodendron domesticum vorsichtig aus dem aktuellen Topf.
  • Entferne loses altes Substrat und lockere die Wurzeln etwas auf.
  • Setze die Zimmerpflanze in den neuen Topf und fülle diesen gleichmäßig mit Substrat (halte die gleiche Höhe wie bei dem vorherigen Topf).
  • Jetzt nur noch angießen und dann bist du fertig!

Falls du möchtest, dass dein Burgunder-Philodendron nicht viel größer wird kannst du ähnlich vorgehen wie bei der Anleitung zuvor. Anstelle eines neuen Topfes verwendest du jedoch wieder den vorherigen Topf.

Nachdem du die Pflanze aus dem Topf genommen hast, entfernst du wie zuvor altes Substrat. Danach kürzt du lange Wurzeln um maximal ¼ ihrer Länge.

Dadurch wird Philodendron Domesticum mehr Energie in das Wachstum neuer Wurzeln stecken als in neue Triebe und Blätter. So kannst du deine Zimmerpflanze über einen längeren Zeitraum daran hindern größer zu werden.


Spatenblatt-Philodendron schneiden

Zu einer ausgewogenen Pflege gehört auch das Entfernen von toten und kranken Blättern. Diese können das ganze Jahr über entfernt werden.

Für Rückschnitte oder Formschnitte eignet sich das Frühjahr am besten. Einige Burgunder-Philodendron-Besitzer schneiden ihre Pflanze zurück, um ein buschiges Wachstum zu erzielen.

Für den Schnitt selbst rate ich zu einer sauberen und scharfen Klinge zu greifen. So beugst du Quetschungen und Infektionen der Wunde vor. Da der Saft Hautirritationen verursacht solltest du während dem Schnitt Handschuhe tragen.


Philodendron domesticum vermehren

Die Vermehrung von Philodendron domesticum gelingt vergleichsweise einfach. Du hast die Möglichkeit Stecklinge in Wasser und Substrat zu vermehren.

Für beide Methoden benötigst du einen Steckling mit mindestens einem Blattknoten und mehreren Blättern. Entferne die untersten Blätter, welche sonst im Wasser oder Substrat stehen würden.

Vermehrung in Substrat

Nach den eben besprochenen Schritten ist es nun an der Zeit den Steckling in Anzuchterde zu stecken. Wenn du möchtest, kannst du zuvor noch ein Bewurzelungshormon* auftragen, um den Prozess zu beschleunigen.

Feuchte die Anzuchterde* an und stelle den Steckling an einen warmen Ort mit indirektem Sonnenlicht. Von nun an gilt es das Substrat gleichmäßig feucht zu halten. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist von Vorteil.

Beides kann mithilfe eines Anzuchtkastens* gut erreicht und kontrolliert werden. Alternativ kannst du auch eine transparente Folie verwenden. Um Schimmel zu vermeiden wird ein Mal am Tag gelüftet und so für einen Luftaustausch gesorgt.

Nach drei bis vier Wochen haben sich ausreichend Wurzeln gebildet, um den Steckling zu stabilisieren.

Sobald neue Triebe sprießen kann ist es an der Zeit die Jungpflanze umzutopfen. Ab diesem Zeitpunkt unterscheidet sich die Pflege nicht mehr von der Pflege der Mutterpflanze.

Vermehrung in Wasser

Anstelle von Erde wird bei dieser Methode der Steckling in ein Glas mit lauwarmem Wasser gestellt.

Danach wird das Glas an einem warmen Platz mit indirektem Sonnenlicht platziert. Ein Mal in der Woche wird das Wasser gewechselt, um Algenbildung vorzubeugen.

Nach zwei bis drei Wochen sollten erste Wurzeln erkennbar sein. Sobald diese etwa 5 cm lang sind kann der Steckling in Substrat gesetzt werden.

Von nun an wird er wie die Mutterpflanze gepflegt.

Vermehrung durch Abmoosen

Das Abmoosen ist eine gute Methode der Vermehrung, wenn du einen Teil der Pflanze vermehren möchtest, solange er noch an der Mutterpflanze ist.

Für diese Methode suchst du einen Blattknoten. Aus diesem werden die Wurzeln wachsen. Danach befestigst du feuchte Blumenerde oder feuchtes Sphagnum Moos* um den Blattknoten. Ich bevorzuge eine Folie.

Ich habe aber auch schon Leute gesehen, die Becher genutzt haben.

Das Moos oder die Erde muss nun feucht gehalten werden. Das Abmoosen kann ein langer Prozess sein. Manchmal zeigen sich Wurzeln bereits nach einigen Wochen, manchmal dauert es Monate.

Haben sich einmal ausreichend Wurzeln gebildet, wird der Trieb unterhalb der Wurzeln gekappt. Danach wird die Jungpflanze in Substrat gesetzt und wie die Mutterpflanze gepflegt.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler von Philodendron domesticum

Krankheiten und Schädlinge treten bei dem Burgunder-Philodendron nur selten auf. Häufig sind Pflegefehler die Ursache, sollte es der Zimmerpflanze mal nicht so gut gehen.

Krankheiten

Philodendron domesticum hat nur in seltenen Fällen eine Krankheit. Häufig treten sie nur dann auf, wenn etwas an der Pflege nicht stimmt. In jedem Fall solltest du die Pflanze isolieren, um eine Verbreitung zu verhindern.

Echter Mehltau

Echter Mehltau kann auftreten, wenn der Burgunder-Philodendron feucht und schattig in einem Raum ohne Luftzirkulation steht.

Befallene Blätter sollten entfernt werden. Versuche zusätzlich den Standort zu verbessern. Oft reicht das schon aus, um erste Besserungen hervorzurufen.

Hält sich der Mehltau dennoch rate ich zu einem Fungizid* zu greifen.

Feuerbrand

Bei dem Feuerbrand handelt es sich um eine Bakterieninfektion mit Erwinia amylovora. Sie tritt unter feuchtwarmen Bedingungen häufig im Sommer auf. Bei Philodendren sind häufig die Blattstiele und Basis betroffen.

Aus betroffenen Stellen tritt erst milchiger, später gelber bis brauner Schleim aus. Häufig erkennt man ihn an einem fischigen Geruch in der Wohnung.

Zuvor äußern sie sich als gelbe bis braune weiche Flecken.

In den meisten Fällen führt eine Infektion zum Niedergang des Philodendrons. Dennoch kannst du versuchen die Pflanze zu retten, indem du die Wasserzufuhr und Luftfeuchtigkeit verringerst und nur in Maßen düngst. Befallene Teile der Pflanze sollten entfernt werden.

Pseudomonas-Blattflecken

Auch bei Pseudomonas-Blattflecken handelt es sich um Bakterien. Meistens sind die Blätter betroffen. Auf ihnen bilden sich schwarzrandige Läsionen mit braunen oder gelben Flecken.

Um eine Verbreitung zu verhindern, solltest du den Philodendron nicht abbrausen. Entferne stattdessen betroffene Blätter und wende zusätzlich ein Fungizid auf Kupferbasis an.

Xanthomonas-Blattflecken

Eine Infektion mit dem Xanthomonas-Bakterium ist bei uns eher selten. Das Bakterium befällt Wunden der Blätter. Die Blätter färben sich zunächst gelb bevor sie abfallen.

Für die Vermehrung benötigt das Bakterium Temperaturen zwischen 20 °C und 33 °C sowie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.

Betroffene Pflanzenteile sollten entfernt werden.


Schädlinge

Auch Schädlinge sind an dem Philodendron nur selten zu sehen. Wird die Pflanze befallen handelt es sich meistens um Blatt- oder Schmierläuse. Entdeckst du einen Befall solltest du die Pflanze zunächst isolieren.

Blattläuse

Blattläuse treten in den unterschiedlichsten Farben auf. Meist sind sie jedoch grün oder fast schwarz. Doch auch gelbe, rote und weiße Arten gibt es.

Sie werden bis zu 2 mm groß und treten meist in Gruppen auf. Am liebsten sitzen die Gruppen an jungen Trieben oder unter Blättern. Diese werden recht schnell gelb und rollen sich ein.

Bei einem starken Befall kann es auch zu einem Abwurf der Blätter kommen.

Um einen Befall vorzubeugen, hilft ein passender Standort mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit.

Kleine Befälle können durch mehrmaliges Abbrausen unter Kontrolle gebracht werden. Bei mittleren bis großen Befällen können Hausmittel wie Neemöl* eingesetzt werden.

Alternativ ist auch eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel* oder natürlichen Feinden wie der Marienkäferlarve* möglich.

Schmierläuse / Wollläuse

Schmier- bzw. Wollläuse erkennst du an ihrer weißen und wolligen Behaarung. Sie sitzen meistens in Blattachseln und unter Blättern.

Auch hier kannst du vorbeugende Maßnahmen treffen. So können sich die Schädlinge schlechter halten, wenn eine erhöhte Luftfeuchtigkeit herrscht und die Zimmerpflanze an einem für sie geeigneten Platz steht.

Bei einem kleinen Befall reicht es oft schon aus, die Tiere mit einem in Alkohol getränkten Tuch abzustreifen. Ist der Befall größer, können Hausmittel oder Pflanzenschutzsprays* eingesetzt werden.

Ein geeignetes Hausmittel ist eine Mischung aus 1 L Wasser, 15 ml Spiritus und weiteren 15 ml Schmierseife. Das Hausmittel wird alle zwei bis drei Tage auf die Pflanze gesprüht.

Bei einem Schädlingsbefall ist es immer wichtig herauszufinden, was die Ursache des Befalls gewesen ist. Basierend auf diesen Erkenntnissen solltest du dann das Umfeld der Pflanze anpassen. Sonst ist es nur eine Frage der Zeit bis der nächste Befall auftritt.


Pflegefehler 

Häufig sind Pflegefehler die Ursache für gelbe Blätter oder andere Symptome. Im Folgenden schildere ich die häufigsten Symptome, erkläre ihre Ursache und gebe dir Hilfestellungen wie du sie wieder los wirst.

Gelbe Blätter

Gelbe Blätter können unterschiedliche Ursachen haben.

Ist das Substrat zu nass können sie ein Anzeichen für Wurzelfäule sein. In diesem Fall solltest du die Pflanze möglichst schnell in frisches Substrat setzen und dabei rottende Wurzeln entfernen.

Ist das Substrat trocken kann es ein Hinweis auf einen Wassermangel sein. Hier hilft regelmäßiges Gießen.

Direktes Sonnenlicht kann auch ein Auslöser sein. Versuche die Pflanze so zu platzieren, dass sie helles, aber indirektes Sonnenlicht erhält.

Gelbe Blätter treten aber auch auf, wenn es deinem Spatenblatt-Philodendron an nichts fehlt. Früher oder später wirft die Zimmerpflanze die ältesten Blätter ab. Dafür wachsen an den Trieben neue junge Blätter.

Braune Blattränder oder Blattspitzen

Werden die Blattspitzen oder -ränder braun, liegt dies meistens an einer zu geringen Luftfeuchtigkeit. Diese sollte bei etwa 40 % liegen.

Braune Blätter

Braune Blätter deuten auf einen starken Wassermangel oder zu viel Sonneneinstrahlung hin. Versuche das Substrat feucht zu halten und zu gießen, sobald es oberflächlich angetrocknet ist.

Versuche auch direktes Sonnenlicht zu vermeiden. Optimal ist helles, indirektes Licht.


Ich beantworte deine Fragen! 

Ist Philodendron domesticum giftig?

Ja, der Saft von Philodendron domesticum enthält Calciumoxalatkristalle, welche zu Hautirritationen und inneren Verletzungen führen können.


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Quellen

Wikibrief.org – Namensgebung
gbif.org – Verbreitungsgebiete
ohosogarden.com – Generelle Pflege
soilseedandgarden.com – Generelle Pflege
native-plants.de – Schädlingsbekämpfung
native-plants.de – Schädlingsbekämpfung

Letzte Aktualisierung am 16.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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