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Einblatt

Spathiphyllum wallsii

Arten

Am bekanntesten:
Spathiphyllum 
Spathiphyllum wallisii

Standort

Heller bis halbschattiger Standort
keine pralle Sonne
Optimal 19 – 25 Grad Celsius
Luftfeuchtigkeit höher als 50%

Blütezeit

Juni bis September

Giftig

Alle Teile der Pflanze sind giftig für Mensch und Tier.

Größe

Bis zu 80 cm hoch

Gießen

Das Einblatt verträgt keine Staunässe.
Substrat sollte immer leicht feucht gehalten werden.

Heimat

Tropen Südamerikas

Es zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Zimmerpflanzen für Anfänger: das Einblatt. Es besticht durch seine vielen, langlebigen Blüten und dem geringen Pflegeaufwand. Wie du es richtig pflegst zeigen wir dir in diesem Beitrag.

 

Herkunft des Einblatts

Das Einblatt (lat. Spathiphyllum wallsii) hat viele Namen. Die häufigsten sind Scheidenblatt und Friedenslilie. Es gehört der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) an. Es gibt über 50 bekannte Arten. Zu den beliebtesten Arten zählt auch die Spathiphyllum wallsii.

Die Friedenslilie stammt aus den Tropen Südamerikas. Dort wächst sie im Schatten großer Bäume. Dies sollte man bei der Standortwahl berücksichtigen.

Aussehen und Erkennungsmerkmale

Das Einblatt wird bis zu 80 cm hoch. Dabei erreicht es einen Durchmesser von bis zu 22 cm.

Es besticht mit seinen großen, dunkelgrün glänzenden Blättern. Dazu paart sich die je nach Art weiße, gelbe oder auch grünliche Blüte.

Diese besteht aus einem Blütenblatt, welches um den Kolben geschwungen ist.

 

Luftreinigend

Das Einblatt filtert nachweislich Formaldehyd aus der Luft und verbessert dadurch das Raumklima.

Achtung, giftig

Obwohl das Einblatt mit seiner Schönheit besticht ist Vorsicht geboten. Das Einblatt ist sowohl für Menschen als auch für Tiere giftig. Die im Saft, den Stielen sowie Blättern enthaltenen Kalziumoxalat-Kristalle sowie Oxalsäure wirken schleimhautreizend.

Eine Vergiftung kann man an folgenden Symptomen erkennen:

–              Starker Speichelfluss

–              Erbrechen

–              Durchfall

–              Schluckbeschwerden

Neben den offensichtlichen Beschwerden kann es bei erhöhten Dosen zu Magen-Darm-Blutungen sowie Schäden an den Nieren kommen.

Hat ein Tier von der Blattfahne gefressen sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Laub und Blütenstaub haben zudem das Potential Allergien auszulösen.

Scheidenblatt Blüte

Die Blüte des Einblatts wird gerne mit der der Calla verwechselt.

Standort des Scheidenblatts

Die Friedenslilie steht gerne hell bis halbschattig. Dies spiegelt ihren natürlichen Lebensraum unter großen Bäumen wider. Steht die Exotin in der direkten Sonne sind Blattschäden häufig nicht weit.

Diese äußern sich durch braune Blätter und Sonnenbrand.

Sie toleriert Nord- und Nordost-Fenster. Die 500 LUX sollten jedoch nicht unterschritten werden. Stellt man sie gegen Westen oder Osten sollte man einen Abstand von zwei bis drei Metern wahren. Bei einem Südfenster sind es sogar drei bis vier Meter Abstand.

Damit sie richtig gedeiht braucht die Friedenslilie hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Am besten ist es, wenn die Temperatur nie unter 18°C fallen. Optimal sind 19°C bis 25°C.

Ist die Luft zu trocken empfiehlt es sich hin und wieder die Zimmerpflanze mit kalkarmem Wasser einzusprühen. Hier eignet sich destilliertes Wasser oder Regenwasser besonders gut!

Neben der Wohnung hat man auch die Möglichkeit das Einblatt ab Juni nach draußen zu stellen. Voraussetzung ist, dass die Temperaturen über 18°C liegen.

Der Standort sollte halbschattig und regengeschützt sein. Wichtig ist es auch die Zimmerpflanze schrittweise an die neue Umgebung zu gewöhnen. Die dunklen Blätter sind besonders anfällig für Sonnenbrand.

Das deine Pflanze nicht genug Licht bekommt kannst du an langen, zum Licht wachsenden Trieben erkennen. Dazu paaren sich ein größerer Blattabstand sowie bleiches und aufgehelltes Laub.

In fortgeschrittenen Stadien scheint das Licht sogar durch die Blätter. Zudem werden die Triebe weich und neue Blätter wachsen deutlich kleiner.

In diesem Fall solltest du deine Pflanze an einen helleren Standort stellen.

Wie viel Licht tatsächlich die Zimmerpflanze erreicht kannst du mit einem Luxmeter* feststellen.

Substrat

Dem Scheidenblatt genügt Universalerde* und Anthuriumerde*. Auch Blumenerde auf Kompostbasis ist in Ordnung.

Wichtig ist, dass die Erde leicht sauer ist. Dies entspricht einem pH-Wert von 5.0 bis 6.0.

So misst du den pH-Wert.*

Ein Einblatt gießen

Bei dem Gießen des Einblatts gilt es den Wurzelballen stets feucht zu halten. Um dies zu erreichen kann ein Selbstbewässerungstopf oder in regelmäßigen Abständen die Fingerprobe verwendet werden.

Wichtig ist, dass das Wasser abfließen kann. Staunässe schadet der Zimmerpflanze sehr.

Auch ein Tauchen des Wurzelballens ist möglich. Bei dieser Methode wird der Wurzelballen Unterwasser gehalten, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach lässt man ihn abtropfen und stellt die Pflanze dann wieder an ihren Platz. Diese Methode eignet sich jedoch nur bei einem Topf mit ausreichender Drainage und einem Substrat welches das Wasser nicht lange speichert.

Zum Gießen sollte lauwarmes, kalkarmes Wasser verwendet werden.

Neben dem Gießen empfiehlt es sich auch die Zimmerpflanze ein bis zwei Mal im Jahr abzubrausen. Dies hilft Staub und mögliche Schädlinge von den Blattoberflächen zu entfernen. Ist die Pflanze zu groß zum abbrausen kann auch ein feuchtes Tuch verwendet werden.

In den Sommermonaten wird auch empfohlen die Pflanze hin und wieder mit kalkarmem Wasser zu besprühen. Dies simuliert eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60% – 75%.

Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit erkennst du an braunen Blattspitzen.

Im Winter sollte die Gießmenge verringert werden, da in dieser Zeit der Stoffwechsel verlangsamt ist.

Eine Friedenslilie düngen

Das Einblatt zählt zu den Zimmerpflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf. Verwendest du ein hochwertiges Substrat (hoher Gehalt von Kalium, Magnesium, Stickstoff und Phosphor) hast du die Möglichkeit alle sechs bis acht Wochen zu düngen.

Verwendest du hingegen haushaltsübliches Substrat solltest du alle ein bis zwei Wochen düngen.

In der Ruhephase von Oktober bis Januar solltest du das Düngen pausieren.

Zum Düngen verwendest du am besten Flüssigdünger*. Dieser wird dem Gießwasser beigegeben und nach Packungsanleitung dosiert.

Eine Überdüngung kannst du an braunen Blattspitzen sowie Wurzelschäden erkennen.

Umtopfen

Alle zwei bis drei Jahre solltest du das Scheidenblatt umtopfen. Der beste Zeitpunkt um dies zu tun ist der Frühling bis zum Sommeranfang.

Mit dem Sommer beginnt die Wachstumsphase. In dieser Zeit heilen Wunden, die gegebenenfalls beim Umtopfen entstanden sind schneller.

Der neue Top sollte 15% bis 20% größer sein als das zuvor gewählte Gefäß. Während dem Umtopfen besteht zudem die Möglichkeit das Substrat auszutauschen, wenn dieses verbraucht sein sollte.

Dass der Topf für deine Zimmerpflanze kannst du daran erkennen, dass sich der Wurzelballen aus dem Topf hebt. Zudem kann es sein, dass die Pflanze Symptome wie blasse Blätter oder braune Blattspitzen zeigt.

Schneiden

Ein Schneiden ist bei dieser Pflanze nicht notwendig. Tote oder verwelkte Pflanzenteile wie Blätter oder Blüten sollten dennoch entfernt werden.

Hierbei ist es wichtig kein totes Material stehen zu lassen. Zum Entfernen sollte ein scharfes, sauberes Schneidwerkzeug verwendet werden.

Ein Einblatt vermehren

Wer sein Einblatt vermehren möchte hat zwei Möglichkeiten dies zu tun. Zum einen gibt es die Vermehrung durch Teilung sowie die Vermehrung durch Samen.

Vermehrung durch Teilung

  1. Hole die Pflanze aus dem Topf und entferne das Substrat von dem Wurzelballen.
  2. Nutze eine scharfe und saubere Klinge um Triebe mit mindestens drei Blättern aus dem Wurzelballen samt Wurzel zu entfernen. Auf Wunsch kann hier Wundverschlussmittel verwendet werden um den Heilungsprozess zu fördern.
  3. Pflanze die Schnittstücke in Substrat und gieße dieses an.
  4. Platziere die kleinen Pflanzen an einen halbschattigen Standort mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Die Temperatur sollte bei 22°C liegen.

Bereits kurz nach dem Schnitt setzt die Wurzelbildung erneut ein. Es kann jedoch sein, dass die Mutterpflanze in diesem Jahr keine Blüten ausbildet. Dies liegt an der Schwächung durch die Vermehrung.

 

Vermehrung durch Samen

Möchtest du die Friedenslilie aus Samen ziehen solltest du dies im Frühjahr tun. Bevor du die Samen in die Erde gibst solltest du überprüfen welche Samen austreiben können. Gebe hierfür die Samen in ein Glas mit Wasser. Die Samen, die zu Boden sinken eignen sich für die Vermehrung.

  1. Gebe im Frühjahr die Samen auf Stecklingerde bzw. Anzuchterde.
  2. Streue eine dünne Schicht Erde über die Samen.
  3. Feuchte die Erde an und halte sie weiterhin feucht. Hier gilt es Staunässe zu verhindern.
  4. Halte neben der Feuchtigkeit auch die Temperatur bei 25°C.

Nach wenigen Wochen solltest du bereits kleine Pflänzchen erkennen können. Halte die Bedingungen die erste Zeit gleich. Wenn sie dann herangewachsen sind kannst du sie wie ein großes Einblatt pflegen.

Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Krankheiten

Das Einblatt hat nur in seltenen Fällen mit Krankheiten zu kämpfen. Treten an den Blättern kleine ringförmige Flecken auf, so kann es sich hier um die Blattflecken- bzw. Augenfleckenkrankheit handeln.

In diesem Fall solltest du umgehend alle betroffenen Blätter entfernen. Dies kann zu radikalen Schnitten bis hin zur Entsorgung der geliebten Zimmerpflanze führen.

 

Schädlinge

Die Blattfahne ist auch hier hart im Nehmen. Lediglich Spinnmilben treten hin und wieder bei warmer und trockener Luft auf. Besonders im Winter werden die Pflanzen befallen.

Spinnmilben erkennt man an den weißen spinnennestartigen Fäden die sie in den Blattachseln und unter den Blättern produzieren. Auch kann man sie an gelben Flecken oder Punkten an den Blättern erkennen.

Erkennst du einen Befall sollte die Blattfahne zunächst abgebraust werden. So entfernst du schon mal einen Teil der Schädlinge.

Danach kannst du ein Hausmittel wie eine Wasser-Rapsöl-Mischung verwenden. Mische hierzu einen Liter Wasser mit 250 ml Rapsöl. Dieses Mittel sollte zwei Mal die Woche auf die Pflanze gesprüht werden.

Hilft dies nicht solltest du zu Pestiziden greifen. Wir empfehlen NEUDORFF – Spruzit AF Schädlingsfrei*.

 

Pflegefehler

Bei der Blattfahne kann man nicht viel verkehrt machen. Passt ihr etwas nicht äußert sie dies meistens mit braunen Blättern oder Blattspitzen. Wir erklären dir, was die Zimmerpflanze dir mitteilen möchte!

Braune Blätter

Bekommt dein Einblatt braunes Laub hat dies häufig zwei Ursachen: zu viel Wasser oder zu wenig.

Steht das Wasser in dem Topf so kann sich Staunässe entwickeln. Diese führt nicht selten zu Wurzelfäule. In diesem Stadium hat die Pflanze zwar Wasser, kann es aber nicht mehr durch die beschädigten Wurzeln aufnehmen. In diesem Fall solltest du die Exotin so schnell wie möglich in frisches Substrat setzen und in Zukunft weniger gießen. Achte darauf, dass das Wasser eine Möglichkeit hat abzufließen.

Die andere Ursache kann sein, dass die Pflanze schichtweg zu wenig Wasser bekommt. Um dies zu beheben solltest du die Wassermenge anpassen und gegebenenfalls häufiger gießen.

 

Braune Spitzen der Blätter

Entwickelt dein Scheidenblatt braune Blattspitzen ist dies auf die Luftfeuchtigkeit zurückzuführen. Die Pflanze ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60% bis 75% gewöhnt. Da diese in der Wohnung nicht ohne weiteres erreicht werden kann hast du die Möglichkeit diese Luftfeuchtigkeit zu simulieren. Sprühe die Blätter hin und wieder mit Regenwasser oder kalkarmen Leitungswasser ein. Dies gibt der Pflanze den Eindruck, die Luftfeuchtigkeit sei höher als sie tatsächlich ist.

Die Blüten solltest du nicht besprühen, da sie braun werden können.

Wir beantworten Eure Fragen

  • Ist das Einblatt giftig?

    Ja, das Einblatt ist giftig für Menschen und Tiere. Dies liegt an den in der Pflanze enthaltenen Kalziumoxalat-Kristalle sowie an der Oxalsäure. Daher reizt es die Schleimhäute.

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