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Calla

Zantedeschia

Arten

Am beliebtesten:
Zantedeschia aethiopica
Zantedeschia ellotiana

Standort

Heller Standort, keine pralle Sonne
Windgeschützt

Blütezeit

Zimmerkultur: Januar bis Mai 

Giftig

Ungenießbar

Saft ruft Hautreizungen hervor

Größe

50 – 80 cm hoch

Gießen

Die Calla verträgt keine Staunässe.
Es sollte 1 – 2 Mal in der Woche gegossen werden

Heimat

Süd- und West-Afrika

Sie zählt zu den beliebtesten immergrünen Büro- und Zimmerpflanzen – die Calla. In diesem Beitrag helfen wir dir deine Calla zu pflegen und geben Tipps wie du sie bei der Blüte unterstützen kannst. 

 

Herkunft der Calla

Die Calla, im botanischen Zantedeschia genannt, stammt aus dem südlichen und östlichen Afrika
und gehört zu den Staudenarten. Sie verdankt ihren Namen dem italienischen Botaniker und
Physiker Francesco Zantedeschi.

In feuchten Böden fühlen sich Callas besonders wohl, entsprechend sind sie in ihrer Heimat
hauptsächlich an Ufern von Flüssen und Seen anzutreffen.

Die populärsten Calla Arten sind die Zantedeschia aethiopica und Zantedeschia ellotiana.

Aussehen und Erkennungsmerkmale des Fensterblatts

Das Fensterblatt hat je nach Art die verschiedensten Blätter. Manche Arten haben die typischen Löcher in den Blättern, andere nicht. Auch Sorten mit panaschierten Blättern gibt es.

Diese sind besonders selten und daher um so begehrter.

Manche Arten bilden auch Luftwurzeln aus.

Was alle Arten gemeinsam haben ist ihr aufrechter Wuchs. Sie können eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. In Wohnungen hält man sie jedoch durch den richtigen Standort und Schnitt sowie bewusster Pflege kleiner.

Die Wurzeln geben ihr Stabilität. Ihre großen Blätter geben ihr jedoch nicht selten einen instabilen Schein. Luftwurzeln helfen ihr an Bäumen oder Steinwänden halt zu finden.

Wenn Luftwurzeln Erde berühren verwandeln sie sich in normale Wurzeln. In der Natur versorgt sich das Fensterblatt so durch Humus-Ablagerungen auf Ästen und Astgabeln mit den nötigen Nährstoffen.

Aussehen und Erkennungsmerkmale

Die Zantedeschia erkennt man an der sehr markanten Blütenform, die sowohl elegant als auch
exotisch aussieht. Callas gehören zu den Aronstabgewächsen (Araceae) und entwickeln hohe
Blütenschäfte mit einer blumenblattartigen Spatha aus (Blütenscheide, Hochblatt unter einem
Blütenstab/Spadix sitzend). Der Kolben an dem die kleinen Blüten sitzen, wird von dem Hochblatt
umschlossen.

Wird die Calla durch Insekten bestäubt, entstehen kugelige Beeren mit wenig Samen.

Am häufigsten verbreitet sind besonders in Gärten die, mit weißen bis dunkel-purpurnen
Blütenständen verzierten, Rehmanni Hybriden. Ebenfalls oft anzutreffen sind die Elliottioana
Hybriden, die optisch mit sowohl gelben Blütenkolben als auch Hüllblättern daherkommt.

Calla mit bunten Blüten

Callas gibt es in den unterschiedlichsten Blüten- und Blattfarben.

STYLINGTIPP

In einem einfarbigen, schlichten und schmalen Topf kommt die farbenfrohe Calla im Zimmer besonders gut zur Geltung. Eindruck kann auch die Kombination aus natürlichen Materialien, wie Beton oder Holz, mit der schönen Zimmerpflanze machen.

Standort der Calla

Die auffällige Tropenpflanze ist eine beliebte Zimmerpflanze, wird aber im Sommer auch oft als
Kübelpflanze im Garten, auf Balkonen oder der Terrassen als Zierpflanze eingesetzt. Aufgrund
ihrer Herkunft, lässt sich die Zantedeschia auch an den Rand eines Teiches pflanzen.

Optimalerweise sollte man die Zimmerpflanze in 10cm tiefer, nährstoffreicher Erde pflanzen. Der
Standort sollte zwar hell sein, vor der prallen Mittagssonne sollte man die Calla allerdings
bewahren.

Ebenfalls Schützen sollte man die Calla vor starken Winden, diese trockenen das Laub
aus und können bei der Entwicklung der Pflanze schaden. Möchte man die Calla draußen pflanzen,
so sollte man bis Mitte Mai warten. Zu früherem Zeitraum können Spätfröste auftreten, die der
Pflanze Schaden zufügen.

Wie überwintert man eine Calla?

Möchte man mehrere Jahre in Folge Spaß an seiner Calla haben, so ist die richtige Überwinterung
besonders wichtig.

Zimmercallas:

Ruhephasen sind für die Calla besonders wichtig. Wenn die letzten Blätter abwelken, sollte man
bei der Zimmercalla die Wassergabe und das Düngen einstellen (spätestens ab Oktober).

Dabei lässt man den Boden vollständig austrocknen. Dies ist für die Pflanze das Signal zur Ruhephase.
Nun sollte man die ruhende Pflanze möglichst kühl, aber frostfrei bei etwa 10 Grad überwintern
lassen.

Gartencallas:

Bei Callas die im Garten gepflanzt wurden, sollte man die Knollen ausgraben und an einem kühlen
aber trockenem Ort liegen lassen. Wenn die Knollen dann nach etwas zwei Wochen
ausgetrocknet sind, können sie in einer Kiste oder Karton gelagert werden. Auch hier sollte der
Ort der Überwinterung trocken sein und 10 Grad Temperatur betragen.

Substrat

Die Erde selbst in der die Calla gepflanzt wird, sollte frisch sein und somit frei von Pilzsporen oder
an deren Krankheitserregern. Hier reicht ganz normale handelsübliche Blumenerde*handelsübliche Blumenerde* aus.

Wie oft muss man eine Calle gießen?

Zu Beginn dauert es nach dem Einpflanzen etwas, bis sich erste Blätter bilden. Bis zum Beginn
der Wachstumsphase sollte nur wenig gegossen werden.

Mit dem Beginn der Wachstumsphase, sollte das Substrat niemals ausgetrocknet sein. Die
Verwendung von Flüssigdünger kann während der Wachstumsphase alle zwei Wochen förderlich
sein, damit die Pflanze genug Nährstoffe erhält und kein Mangel auftritt, der sich negativ auf die
Gesundheit und Blüte auswirken wird.

Die in Sumpfgebieten beheimatete Calla mag es in ihrer Blütezeit gerne feucht. Man sollte sie
etwa 1-2 Mal pro Woche bewässern, dabei kann es sogar von Vorteil sein, wenn etwas
Gießwasser im Untersetzer vorhanden ist. Um die Luftfeuchtigkeit für die Pflanze etwas zu
erhöhen, schadet es nicht, diese einmal die Woche mit einer Blumenspritze zu besprühen.

Ganz den afrikanischen klimatischen Gegebenheiten nach, sollte man das Substrat der Calla
während der Ruhephase/Überwinterung gar nicht gießen und austrocknen lassen. Den Topf sollte
man während der Überwinterung bei circa 10 Grad aufstellen. Die Ruhephase einer Calla beträgt
etwa einen Zeitraum von 2 Monaten.

So düngt man eine Calla

Die Dosierung lässt sich der Wachstumsphase anpassen:
In der Wachstumsphase macht es Sinn, die Calla mit Flüssigdünger*Flüssigdünger* im Wasser zu
gießen. Dies kann etwa alle zwei Wochen erfolgen. Während der darauffolgenden Blütezeit kann
man das Düngen dann auf eine wöchentliche Dosis steigern. So wird ihre Calla mit den
wichtigsten Nährstoffen versorgt und Blüht besonders schön. In der später folgenden Winterruhe (dem Überwintern), darf die Zimmerpflanze nicht gedüngt werden.

Eine Zimmercalla umtopfen

Hier kann man zwischen Garten und Topfpflanzen unterscheiden. Während man die Garten Calla
ohne Bedenken im Mai wieder an dieselbe Stelle pflanzen kann, so macht es bei der Calla im Topf
Sinn, diese im Frühjahr umzupflanzen und dabei die gesamte Erde einmal komplett auszutauschen.

Altes Substrat sollte nicht wiederverwendet werden.

Sollte der Topf während des Wachstums zu klein werden, sollte man die Calla umtopfen.

Wichtig: Der Saft der Calla kann Hautreizungen hervorrufen. Daher solltest du, wenn du mit der Pflanze arbeitest Handschuhe tragen!

Die Calla schneiden

Ein Schneiden der Zimmerpflanze ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Tote und kranke Teile der Pflanze können mit einer scharfen und sauberen Klinge möglichst nah an der Basis entfernt werden. 

 

Eine Calla vermehren

Wer seine Exotin vermehren möchte hat drei Möglichkeiten zur Auswahl: Samen, Ableger-Zwiebeln sowie die Knollenteilung.

Vermehrung durch Samen

Die Vermehrung durch Samen zählt zu den beliebtesten Methoden. Samen können online bestellt werden.
Die Samen der Calla können, direkt nach der Samenreife, bei 20 bis 25 Grad ausgesät werden.

Ausgenommen sind Hybridformen, diese sollte man im Frühjahr vor dem Austrieb teilen.

Bei der Aussaht werden die Samen auf befeuchtete Anzuchterde gegeben und dann leicht mit Erde bedeckt. Nun gilt es die Anzuchterde konstant leicht feucht zu halten.

Nach wenigen Wochen sollten kleine Keimlinge zu erkennen sein. Diese unterscheiden sich von der Pflege nicht von der Mutterpflanze. Sind die Keimlinge groß genug können sie umgetopft werden.

 

Vermehrung durch Ableger-Zwiebeln

Wenn du deine Calla im Frühjahr umtopfst kannst du bei älteren Exemplaren kleine Ableger-Zwiebeln finden. Hier hast du die Möglichkeit diese mit einem scharfen und sauberen Messer abzutrennen.

Nach dem Abtrennen kannst du sie in frisches Substrat setzen und so pflegen wie die Mutterpflanze. Sie kleinen Knollen sollten zur gleichen Zeit austreiben wie die Mutterpflanze.

Deine Exotin hat keine Ableger-Zwiebeln? Kein Problem, die nächste Methode ist etwas für dich!

 

Vermehrung durch Knollenteilung

Wenn es sich bei deiner Zimmerpflanze um ein älteres Exemplar handelt wird sie eine größere Knolle besitzen. Diese kannst du mit einem scharfen und sterilen Messer teilen.

Daraufhin pflanzt du beide Hälften in frisches Substrat. Dieses muss von nun an konstant feucht gehalten werden. Platziere die Töpfe an hellen und warmen Standorten.

Nach ein paar Wochen werden die ersten Blätter sichtbar. Blüten werden die Pflanzen in diesem Jahr jedoch nicht mehr bilden. Nach der nächsten Ruhephase kehren die weißen Blüten jedoch wieder zurück!

Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler

Welche Krankheiten können auftreten?

Die Häufigste Ursache für Krankheiten bei Callas sind veraltete Erde oder Töpfe, zu wenig
Feuchtigkeit in der Blütephase oder zu viel Nässe während der Ruhephase. Dann tritt häufig der
Calla Pilz oder Viruserkrankungen auf, bei denen die Blätter vorzeitig braun oder gelb werden. Im
Extremfall beginnt die Wurzel zu verfaulen, dann sollte die Pflanze entsorgt werden.

Um das Verfaulen zu verhindern kann man versuchen, die Betroffenen Stellen schnellstmöglich zu
entfernen.

 

Auf welche Schädlinge musst du achten?

Die häufig auftretenden Schädlinge sind im Falle der Zimmercalla Blattläuse und Spinnmilben.
Wurde die Calla von Schädlingen befallen, sollte man sie separat stellen, damit nicht noch weitere
Pflanzen befallen werden.

Schädlinge sollten dann von den Blättern abgewaschen und von den
Hochblättern angesammelt werden. Im Extremfall helfen einem dann nur noch
Schädlingsbekämpfungsmittel weiter.

In diesem Fall empfehlen wir NEUDORFF – Spruzit AF Schädlingsfrei*

Wir beantworten Eure Fragen

  • Wie lange blüht eine Calla?

    Wurde die Calla im Haus gezogen, so blüht sie bereits im Januar. Hier erstreckt sich die Blütezeit
    bis April oder auch Mai.

  • Braucht die Calla eine Ruhepause?

    Die Calla braucht eine zehnwöchige Ruhephase. Nach der Blütezeit sollte man sie weder gießen,
    noch düngen und in einem hellen und kühlen Ort aufbewahren. Callas die man im Garten
    gepflanzt hat, sollte man spätestens im Herbst ausgegraben haben und austrocknen lassen.

    Bei kühlen 8 -10 Grad kann man die Knollen im Winterquartier lagern. Dazu eignet sich eine trockene
    Kiste.

  • Wieso blüht meine Calla nicht?

    Wenn man Callas beginnt aus Samen zu pflanzen, blühen diese oftmals erst nach mehreren
    Jahren. Ist dies nicht der Fall, liegt es vermutlich an dem Standort, der falsch gewählt sein könnte
    oder an der falschen Pflege (Absprung zur Pflege der Calla).

    Mit einfachen Mitteln, kann man die Calla aber wieder zum Blühen bringen. Es hilft meistens schon, wenn man die Erde austauscht, die Pflanze düngt und einen helleren Standort auswählt, der sich nicht in der Mittagssonne befindet.

  • Warum verliert die Calla ihre Farbe oder verfärbt ihre Blätter gelb?

    Die Calla kann ihre Farbe verlieren, wenn sie sich in zu heller oder zu dunkler Umgebung befindet. Pralle Sonneneinstrahlung der Mittagssonne bekommt ihr überhaupt nicht gut. Darüber hinaus verliert sie die Farbe, wenn sie nicht genug Feuchtigkeit bekommt.

    Sollten sich die Blätter der Calla vor dem Ende der Blütezeit gelb verfärben, kann dies auf Fehler in der Pflege, Krankheiten oder zu wenig nährstoffreiche Erde hinweisen.

  • Ist Calla giftig für Menschen und Haustiere?

    Da die Calla ein Aronstabgewächs ist, kann der Verzehr der Calla Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

    Hat die Haut Kontakt mit dem Pflanzensaft, so muss mit Hautreizungen gerechnet werden.

  • Ist die Calla winterhart?

    Zantedeschien gehören nicht zu den winterharten Pflanzenarten. Somit müssen sie frostfrei überwintern.

  • Wann muss ich die Calla schneiden?

    Erst wenn sich die Blätter anfangen einzuziehen und gelb verfärbt haben, darf man sie schneiden.

    Sind die Blätter der Calla noch grün, sammeln sie Kraft für die nächste Blühperiode, deshalb dürfen diese nicht abgeschnitten werden, wenn man sich langfristig an seiner Pflanze erfreuen möchte. Die Stängel kann man dicht an der Blumenzwiebel abschneiden.

  • Muss man die Calla schneiden?

    Die Blütenschafte, die während der Blütezeit aus den Knollen hervor treiben können sobald diese verwelken mit einer Schere an der Basis entfernt werden. Tendenziell ist das Schneiden kaum notwendig und nur ausgeblühte Blüten und gelb oder braun werdende Blätter müssen geschnitten werden.

  • Wie pflege ich eine Calla in der Wohnung?

    Die Zimmercalla fühlt sich an hellen und Orten mit Temperaturen zwischen 12 und 20 Grad am wohlsten. Man muss allerdings darauf achten, dass die Calla am Fenster bei Sonneneinstrahlung nicht austrocknet oder dass die Knollen anfangen zu faulen, wenn Staunässe entsteht.

  • Wie tief pflanzt man Callas?

    Die Calla wird in etwa 10cm tiefe gepflanzt.

  • Wie wird die Calla richtig gepflanzt?

    Da die Calla in ihrem natürlichen Lebensraum in Afrika zu finden ist und dort der Rhythmus der Jahreszeit verschoben ist, sind die Pflegeanweisungen was zeitliche Angaben angeht sehr unterschiedlich.

    Prinzipiell gilt aber, dass die Calla als Tropenpflanze nur teilweise eine Frosthärte besitzt und deshalb entsprechend der Temperaturen gepflanzt werden muss (empfohlen wird März - Mai).

  • Welcher Dünger sollte für eine Calla verwendet werden?

    Die Calla ist was Dünger angeht nicht wählerisch, so lässt sich simpler Blumendünger verwenden.

    Die Dosierung lässt sich der Verpackung des Düngers entnehmen. Dennoch sollte man die Calla nicht mit Dünger überfrachten und mit Bedacht dosieren.

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