Das Löwenmäulchen pflegen – Die Pflege der Antirrhinum majus

Das Löwenmäulchen verzaubert mit seinen zahlreichen, schönen Blüten schon viele Gärten.

Wie du die pflegeleichte Sommerblume auch bei dir halten kannst, erfährst du hier.


Das Löwenmäulchen pflegen
(Bild: © Thanwa – stock.adobe.com)


Herkunft des Löwenmäulchens

Der bekannteste Vertreter aus der Gattung der Löwenmäuler (Antirrhinum) ist das Große Löwenmäulchen (Antirrhinum majus).

Es wurde damals der Familie der Braunwurzen (Scrophulariaceae), heute jedoch den Wegerichgewächsen (Plantaginaceae) zugeordnet. Die Sommerblume ist auch unter den Begriffen „Froschgoscherl“, „Kalbsmaul“ und „Hundskopf“ bekannt.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus den trockeneren Mittelmeerzonen, wo sie in Felsspalten und Mauern wächst. Ab dem 15. Jahrhundert wird das Löwenmäulchen jedoch auch als Garten- und Schnittblume gezüchtet.


Aussehen und Erkennungsmerkmale der Antirrhinum majus

Löwenmäulchen-Arten wachsen krautig und können abhängig von der Zuchtform 20 bis 100 Zentimeter hoch werden.

Die Blätter der einjährigen Sommerblume sind eiförmige bis länglich-elliptische sowie zugespitzt geformt. Sie sind gegenständig angeordnet.

Die Blüte 

Die Blüte der Antirrhinum majus setzt sich aus mehreren einzelnen Blüten zusammen, welche an kurzen Stielen zusammen angeordnet sind. Sie ähneln so einer Ähre oder Rispe.

Die Farben der Blüten reichen von Weiß, Gelb und Orange bis zu unterschiedlichen Rot- und Rosatönen. Auch pastellfarbene und zweifarbige Sorten sind gezüchtet worden.

Drückt man die Blüte seitlich leicht zusammen, öffnet sich sie wie ein Mund. Auf der „Unterlippe“ der Blüte ist ein gelber Fleck, welcher als Erkennungsmerkmal für die Pflanze gilt.

Die Frucht

Nach einer erfolgreichen Bestäubung entstehen mehrere Kapselfrüchte. Diese können auch im Wintern noch an dem Roseneibisch bleiben.

Das Löwenmäulchen enthält in seinen Blüten Kapselfrüchte. Diese entlassen die Samen der Pflanze.


Der optimale Standort für das Große Löwenmaul

Am liebsten mag das Löwenmäulchen einen warmen Boden. Nährstoffreiche, nicht zu trockene, kalkarme Gartenböden eignen sich entsprechend bestens.

Auch ein Platz in der vollen Sonne mit nicht allzu großer Hitze tut der Sommerblume gut. Ein halbschattiger Standort ist ebenfalls akzeptabel.

Das Standort des Großen Löwenmauls sollte ebenfalls ein bisschen luftig sein, damit die Blätter nach dem Regen schnell abtrocknen können.


Das Löwenmäulchen überwintern

Das Löwenmäulchen ist eine einjährige Sommerblume. Es muss entsprechend jedes Jahr neu ausgesät werden.
Weitere Informationen findest du unter “Das Löwenmäulchen vermehren”.

Die Antirrhinum majus gießen

Die Antirrhinum majus sollte nach Bedarf mit kalkarmem Regenwasser gegossen werden.

Die Erde der Sommerblume sollte stets feucht gehalten werden, sodass der Boden nie gänzlich austrocknet. Staunässe gilt es jedoch dabei zu vermeiden.


Den Hundskopf düngen

Das Große Löwenmaul sollte regelmäßig gedüngt werden.

Es eignet sich Kompost, Hornspäne* oder eine Hinzugabe von flüssigem Blühpflanzendünger* im Anstand von circa 14 Tagen.


Das perfekte Substrat für das Löwenmäulchen

Es empfiehlt sich ein leicht saures Substrat, wie zum Beispiel Rhododendron-Erde*.

Kübelpflanzen-Erde kann jedoch ebenfalls verwendet werden.


Das Kalbsmaul schneiden

Zu Beginn sollten die Triebe der Jungpflanzen in einer Höhe von ungefähr 10 Zentimetern abgeknipst werden, damit sich die kleinen Löwenmäulchen besser verzweigen.

Im Folgenden kann die Blühfreude der Sommerblume durch ein bodennahes Ausputzen angeregt werden.

Ebenfalls sollte beachtet werden, dass hohe Sorten zumeist nicht standfest sind. Es empfiehlt sich hier, die Blumen mit Stäben zu stützen.


Die Antirrhinum majus aussähen

Das einjährige Löwenmäulchen muss jedes Jahr aufs Neue ausgesät werden.

Für eine einsetzende Blüte ab Juni, sollten die Samen schon zwischen Januar und März in Anzuchtschalen* ausgesät werden.

Die Samen werden hierbei nur leicht in die Anzuchterde* gedrückt. Das Substrat sollte von nun an dauerhaft feucht gehalten werden.

Da die Löwenmäulchen Kaltkeimer sind, werden die Anzuchtschalen zuerst ein paar Wochen in den Kühlschrank versetzt.

Damit die Lichtkeimer folglich austreiben, sollten sie an einen hellen Standort bei ungefähr 20 Grad Celsius gestellt werden.

Zwei bis drei Wochen nach der Keimung sollten die Pflänzchen an einem Platz mit circa 15 Grad Raumtemperatur weiterwachsen.

Ab Mitte April können sie dann im Abstand von 10 bis 15 Zentimetern ins Beet versetzt werden. Bei starkem Spätfrost empfiehlt es sich, die Sommerblumen mit einem Vlies* abzudecken.

Es sollte generell bei der Aussaat bedacht werden, dass alle Zuchtformen des Löwenmäulchens dazu neigen zu verwildern.


Das Löwenmäulchen vermehren

Wenn abgeblühte Blütenstände nicht entfernt werden, bilden sich Samen aus. Diese überwintern nach einer Selbstaussaat im Boden und treiben im nächsten Sommer neu aus.

Neue Jungpflanzen können folglich einfach umgepflanzt werden.

Wenn man die Löwenmäulchen gewollt vermehren möchte, kann man die reifen Samenkapseln sechs Wochen nach der Blüte absammeln und deren Samen herausschütteln. Diese müssen dann über die Wintermonate im Dunkeln und Trockenen aufbewahrt werden, damit man sie im nächsten Frühling aussäen kann.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Antirrhinum majus


Krankheiten

Pilzkrankheit: Löwenmaulrost

Ein Befall mit Löwenmaulrost ist anhand der entstehenden gelben Flecken auf der Blattoberseite und den dunkelbraunen, stäubenden Pusteln auf der Blattunterseite zu erkennen.

Auch der Stängel und die Kelchblätter infizieren sich im Weiteren. Als Folge dessen welken zuerst untere Blätter und sterben ab bis schlussendlich die gesamte Pflanze eingeht.

Besonders bei feuchtem Wetter breitet sich die Krankheit schnell aus. Deshalb sollte man präventiv darauf achten, das Löwenmäulchen an einen zugigen, offenen Standort zu pflanzen, wo die Blätter nach dem Regen schnell abtrocknen können.

Um den Löwenmaulrost zu bekämpfen, sollten betroffene Blattteile sofort entfernt werden. Im Herbst sollten die betroffenen Pflanzen außerdem vollständig ausgeräumt werden.

Eine direkte Abhilfe schafft die Anwendung von im Freiland zugelassenen Pflanzenschutzmitteln*.

Pilzkrankheiten: Echter oder Falscher Mehltau

Ein Befall mit Echtem Mehltau macht sich anhand eines silber-grauem Belag auf den Blättern sowie deformierten Blattspitzen erkenntlich.

Er fühlt sich besonders bei tagsüber warmen und nachts kalten Temperaturen wohl.

Bei Falschem Mehltau färben sich die Blattoberflächen des Löwenmäulchens gelb. Außerdem bildet sich eine grau-schimmelig aussehende Schicht auf der Blattunterseite.

Der Falsche Mehltau fühlt sich besonders bei Nässe und Wärme wohl.

Auch diese Pilzkrankheit kann durch einen zugigen und offenen Standplatz für die Pflanze vorbeugend umgangen werden.

Wenn das Große Löwenmaul jedoch schon befallen ist, kann man versuchen die Pflanze durch das Besprühen mit Brennnessel- und Ackerschachtelhalmsud, Knoblauch- und Zwiebeltee oder mit durch Wasser verdünnte Frischmilch zu retten.

Hilft dies nicht, sollte die Antirrhinum majus heruntergeschnitten oder final entfernt werden.


Schädlinge 

Löwenmäulchen sind sehr robust gegen Schädlinge.


Pflegefehler 

Wurzelfäule

Wenn das Große Löwenmaul im Topf zu nass steht, kann es zu Wurzelfäule kommen. Entsprechend sollte präventiv zum Beispiel immer das überschüssige Wasser aus dem Untertopf entfernt werden.

Die Erkrankung der Pflanze macht sich durch welke Triebe, verfärbte Blätter und braune, matschige Wurzeln erkennbar, wodurch die Sommerblume wackelig steht.

Wird die Wurzelfäule erkannt, sollten sofort alle betroffenen Wurzeln abgeschnitten werden. Der restliche Wurzelballen sollte dann abgespült und in neue, torffreie Erde gepflanzt werden. Es empfiehlt sich nun, die Erde erstmal trocken zu halten und zukünftig auch weniger zu gießen.

Zumeist lässt sich die Sommerblume jedoch nicht mehr retten. In einem solchen Fall sollte sie schnell entsorgt werden, damit sie die umliegenden Pflanzen nicht ansteckt.


Ich beantworte deine Fragen! 

Sind Löwenmäulchen giftig?

Nein, sie sind weder für Mensch noch Tier gefährlich.

Welche Sorten des Löwenmäulchens gibt es?

Die Hybrid-Gruppen des Großen Löwenmäulchens werden nach ihrer Wuchshöhe gestaffelt.
Es gibt alle Hybrid-Gruppen in unterschiedlichsten Farben.
Beispiele für Löwenmäulchen-Sorten sind …
• „Rosella“
• „Twinny Peach“
• „Bronze Dragon“

Sind Löwenmäulchen winterhart?

Nein, das Löwenmäulchen ist eine einjährige Sommerblume. Das bedeutet, dass es jährlich erneut ausgesät werden muss.


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Quellen

Wikipedia 1
Wikipedia 2
MDR

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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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