Kaffeepflanze pflegen – Die Pflege der Coffea arabica



Ob Kaffee-Liebhaber oder nicht, mit der Coffea arabica kannst du deine vier Wände auf jeden Fall verschönern. Mit der richtigen Pflege wachsen vielleicht sogar in deinem eignen Zimmer die besonderen Früchte heran.

Alles, was du dafür wissen musst, erfährst du in diesem Pflege-Guide.

Kaffeepflanze pflegen
© sharafmaksumov – stock.adobe.com


Herkunft der Kaffeepflanze

Der botanische Name der Kaffeepflanze „Coffea arabica“ könnte vielen schon durch den Aufdruck „100 Prozent Arabica“ auf der Verpackung ihres Kaffes bekannt sein. Andernfalls wird die Zimmerpflanze auch als Kaffeestrauch bezeichnet.

Es gibt verschiedene Sorten der Coffea arabica, die beispielsweise unter „Mocca“ oder „Bourbon“ verzeichnet sind. Da diese jedoch hauptsächlich als Nutzpflanzen für den reinen Kaffeeanbau gebraucht werden, sind sie im Gartencenter eher seltener anzutreffen.

Die Kaffeepflanze gehört der Familie der Krappgewächse bzw. Rötegewächse (Rubiaceae) an und entstammt ursprünglich den Bergwäldern Äthiopiens.

Der Name „Coffea arabica“ erinnert immer noch an ihre großen Anbaugebiete in Arabien. Mittlerweile werden Kaffeepflanzen nicht nur in den Zimmern einiger Pflanzen-Liebhaber*innen oder als Duftpflanzen in Wintergärten, sondern auch in weltweiten tropischen Gebieten angebaut.

Hiermit entstand die Problematik der schlechten Arbeitsbedingungen der Erntehelfer*innen auf sogenannten Kaffeefarmen.

Wer sich weiterhin in das Thema Fairtrade-Kaffee hineinlesen möchte findet entsprechende Informationen hier: https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte/kaffee/hintergrund-fairtrade-kaffee


Aussehen und Erkennungsmerkmale der Coffea arabica

Die immergrüne Kaffeepflanze erkennt man anhand ihres Strauches mit dichtem Laub. Sie bildet einen Haupttrieb mit vielen waagerechten Zweigen über mehrere Etagen aus.

Ihre Vielzahl an dunkelgrün glänzenden Blätter sind gegenständig an den waagerechten Zweigen der Coffea arabica angeordnet. Sie sind breit, lanzettlich und ungefähr 10 bis 15 Zentimeter lang. Ihre Ränder sind leicht gewellt.

In ihrer natürlichen Umgebung kann der Kaffeestrauch zwischen drei und fünf Meter hoch werden. Oftmals werden die Pflanzen auch abgekappt, damit ihre Verzweigung angeregt und ihr Fruchtsatz gefördert wird.

Bei Zimmerkultur kann die Pflanze jedoch maximale Höhen von zwei Metern erreichen.

Die Blüte

Von April bis Mai bilden Kaffeepflanzen üblicherweise kleine, weiße, duftende Sternblüten aus. Diese sammeln sich als Büschel in den Blattachsen der Pflanze.

Damit der Kaffeestrauch beginnen kann Blüten auszubilden, muss er ungefähr drei bis vier Jahre alt werden.


Der Ursprung deines Kaffees – Die Frucht des Kaffeestrauchs

Die Kaffeepflanze bildet kleine, kirschähnliche, Steinfrüchte aus. Diese sind beim Anwachsen grün und bekommen mit der Zeit eine leuchtend rote Färbung.

In ihnen verstecken sich je zwei bohnenförmige Kerne bzw. Samen. Diese sind hellbeige bis weiß und bekommen erst nach dem Rösten ihre typische dunkelbraune Fabre.

Wer den eigenen Anbau verwerten möchte, sollte diese Samen von dem Fruchtfleisch der Steinfrucht lösen, sie rösten, mahlen und daraufhin in kochendem Wasser aufbrühen.

Die Coffea arabica ist als beste Kaffeepflanze bekannt, da ihre Früchte ein feines und weniger bitteres Aroma entfalten als die anderer Kaffeesträucher.



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Der optimale Standort für die Kaffeepflanze

Die Coffea arabica benötigt das ganze Jahr über einen hellen Standort. In direktem Sonnenlicht darf sie jedoch nicht stehen.

Aufgrund ihrer Herkunft benötigt sie eine konstante Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 Prozent und Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius.

Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da die Zimmerpflanze sehr empfindlich darauf reagieren kann.


Die Coffea arabica überwintern

Da die Kaffeepflanze nicht winterhart ist, braucht sie ein geeignetes Winterquartier und darf keines Falls im Garten stehen bleiben.

Ebenfalls wichtig ist es, ihr einen weiterhin hellen Standort zu bieten. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Zimmerpflanze weniger gegossen wird.

Werden diese beiden Bedingungen nicht ausreichend erfüllt, kann es zu einer gelben oder braunen Verfärbung der Blätter kommen.

Im Winter sollte die Kübelpflanze nicht umgetopft werden.

Von Oktober bis März ist es zudem nicht nötig sie zu düngen. Wer seine Pflanze dennoch zusätzlich mit Nährstoffen versorgen möchte, sollte dies nicht öfter als alle vier bis sechs Wochen tun.


Den Kaffeestrauch gießen

Die Kaffeepflanze sollte ausschließlich mit zimmerwarmen, weichem bzw. kalkarmen Wasser gegossen werden. Gelegentliches Einsprühen oder ein Regenguss tut der Pflanze ebenfalls gut.

Ihr Wurzelballen sollte stets feucht sein. Staunässe darf dabei jedoch nicht aufkommen.

Am besten gießt man die Kübelpflanze einfach „nach Gefühl“ und tastet die obere Schicht des Substrats ab. Fühlt sich ihre Erdoberfläche trocken an, sollte der Kaffeestrauch gegossen werden.


Coffea arabica Blüte
Die Blüte der Kaffeepflanze kann unter guten Bedingungen auch in der Wohnung bestaunt werden. (Bild: © JAG IMAGES – stock.adobe.com)

Die Kaffeepflanze düngen

Es empfiehlt sich eine wöchentliche Düngung mit Blütenpflanzendünger*. Dies ist jedoch nur im Zeitraum von April bis September nötig.

In der Winterzeit kann mit der Düngung ausgesetzt werden oder maximal alle vier bis sechs Wochen gedüngt werden.


Das perfekte Substrat für die Coffea arabica

Am besten geeignet für die Kaffeepflanze ist ein Mix aus normaler Gartenerde*, Sand und nährstoffreicher Komposterde*.

Wichtig ist nämlich, dass die Erde frisch, feucht und gut durchlässig ist. Auch ein hoher Humusgehalt sollte vorhanden sein.

Der pH-Wert der Erde sollte im sauren Bereich liegen, bestenfalls zwischen 5,5 und 6,5.


Kaffeestrauch mit unreifen Beeren
Nach der Blüte bilden sich zunächst grüne Beeren. (Bild: © Holly Guerrio – stock.adobe.com)

Den Kaffeestrauch umtopfen

Wie viele andere Zimmerpflanzen sollte die Coffea arabica bestenfalls im Frühjahr umgetopft werden. Sie sollte ungefähr alle ein bis zwei Jahre in einen neuen, größeren Kübel mit frischem Substrat gesetzt werden.

Mit voranschreitendem Alter muss der Kaffeestrauch immer seltener umgetopft werden.


Die Kaffeepflanze schneiden

Die Kaffeepflanze muss nicht regelmäßig beschnitten werden.

Wenn die Pflanze allerdings zu groß für dein Zimmer wird, kannst du sie problemlos mit einem sauberen Messer oder einer sauberen (Garten-)Schere zurückschneiden. Auch ein starker Rückschnitt macht ihr nichts aus.

Zeitlich gesehen eignet sich hierfür das Frühjahr.

Du kannst dein Schnittgut auch als Ableger zur Vermehrung deiner Kaffeepflanze nutzen.


Reife rote Früchte der Kaffeepflanze
Die rote Farbe der Beeren zeigt den Reifegard. (Bild: © Marina Lohrbach – stock.adobe.com)

Die Coffea arabica vermehren

Wer seine Kaffeepflanze vermehren möchte hat zwei Möglichkeiten dies zu tun.

Vermehrung durch Kopfstecklinge

Als Kopfstecklinge werden abgetrennte Pflanzenteile der Mutterpflanze bezeichnet, welche in Wasser und unter Sonneneinstrahlung Wurzeln ausbilden.

Folglich können sie als eigenständige, kleine Pflänzchen in Erde eingesetzt werden.


Ernte der Kaffeekirschen per Hand
Sind die Kaffeekirschen reif werden sie meist per Hand geerntet. (Bild: © S J Lievano – stock.adobe.com)

Vermehrung durch Aussaat

Bei dieser Methode muss viel Geduld an den Tag gelegt werden.

Die Saat sollte in Erde gegeben und bei einer Bodenwärme von 25 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit dauerhaft feucht gehalten werden.

Nur so können die Samen kleine Wurzeln ausbilden. Dies kann ungefähr vier Wochen andauern.

Tipp: Das Saatgut sollte so schnell wie möglich ausgesät werden, da es schnell seine Keimfähigkeit verlieren kann.


Röstung von Kaffeebohnen
Im letzten Schritt der Verarbeitung werden die Kaffeebohnen geröstet. (Bild: © fotoatelier.hamburg – stock.adobe.com)

Krankheiten, Schädlinge & Pflegefehler des Kaffeestrauchs

Krankheiten und Schädlinge

Befall durch Schildläuse, Wollläuse und Spinnmilben

Diese Schädlinge können deine Pflanze besonders bei trockener Raumluft befallen. Deshalb treten die Störenfriede besonders häufig im Winter auf.

Wollläuse können anhand kleiner, grau-weißer „Wollbüschel“ erkannt werden, welche sich in den Blattachsen oder an den Knospen der Kaffeepflanze ansammeln.

Schildläuse hingegen sind als winzige, dunkelbraune Verdickungen zu erkennen. Treten sie nur vereinzelt auf, können sie von der Pflanze abgeschoben werden.

Bei stärkerem Befall durch Woll- und Schildläuse helfen Mittel auf Ölbasis*.

Besonders geeignet sind systemische Mittel, welche von der Pflanze aufgenommen und mit dem Pflanzensaft verteilt werden.

Diese helfen besonders effektiv, da die Tierchen sich von dem Pflanzensaft der Zimmerpflanze ernähren.

Ebenfalls kann es helfen die Coffea arabica mit Spülmittellösung oder Alkohol abzuwischen.

Spinnmilben sind bei stärkerem Befall an den feinen Spinnenfäden zu erkennen, welche sie über die Kaffeepflanze ziehen.


Zumeist halten sich die winzigen, roten Spinnen auf den Blattunterseiten deiner Pflanze auf.

Zur Bekämpfung eignen sich am besten speziellen Pflanzenschutzmittel* oder natürliche Fressfeinde wie Raubmilben*, Gallmücken oder Schlupfwespen.

Wurzelfäule und Pilzerkrankungen

Wurzelfäule oder Pilze können vor allem durch Staunässe oder Übergießen entstehen.

Auch wenn es für viele Pflanzen bei einer solchen Erkrankung schon zu spät ist, kann man versuchen sie durch das Abschneiden befallener, verfaulter und matschiger Wurzeln zu retten.

Danach sollte der Wurzelballen abgespült und der Kaffeestrauch in torffreie Erde gepflanzt werden.

Das Substrat sollte in den folgenden Wochen trocken gehalten werden.

Außerdem empfiehlt es sich generell weniger oder seltener als zuvor zu gießen.


Pflegefehler

Schlapp herabhängende Blätter

Wenn deine Kaffeepflanze ihre Blätter schlapp hängen lässt, solltest du sie dringend gießen.

Zusätzlich sollte eventuell vorhandener Staub auf ihren Blättern abgewischt oder vorsichtig abgeduscht werden.

Kaffeepflanze verliert viele Blätter

Wenn die Coffea arabica vermehrt ihre Blätter abwirft, liegt dies zumeist an Zugluft, zu hoher Luftfeuchtigkeit oder Schädlingsbefall.

Im Winter ist es allerdings überaus normal, dass die Kaffeepflanze einige Blätter abwirft, auch wenn sie als immergrüne Pflanze angesehen wird.

Kaffeestrauch bekommt gelbe oder braune Blätter

Eine derartige Blattverfärbung entsteht zumeist durch Staunässe, zu viel Gießen oder einen Schädlingsbefall.

Wenn dem entgegengewirkt wird, sollte die Problematik schnell beseitigt sein.


Ich beantworte deine Fragen!

Ist die Coffea arabica giftig?

Generell ist die Kaffeepflanze ungiftig.
Da ihre Samen das Alkaloid Coffein enthalten, können sie in größeren Mengen für kleine Haustiere, wie zum Beispiel Wellensittiche gefährlich sein.
Auch kleine Kinder sollten die Pflanzensamen nicht in den Mund stecken.
Entsprechend sollte der Kaffeestrauch außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahrt und ihre Samen nach der Blüte entfernt werden.
Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte sich am besten für eine andere, ungiftige Pflanze entscheiden.
Weiterführende Informationen oder konkrete Hilfestellungen findest du bei der Giftzentrale Bonn (https://gizbonn.de/).

Ist die Kaffeepflanze für Pflanzen-Neulinge geeignet?

Wenn ihr noch neu in Sachen Pflanzenpflege seid, gibt es viele andere robuste Pflanzen, die empfehlenswert für euren Start wären.
Jedoch gestaltet sich auch die Pflege der Coffea arabica sehr leicht, weshalb ihr euch dies ruhig zutrauen könnt. Viel Spaß und Erfolg!



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Quellen 

Wikipedia
Experto
Kaffeepflanze-Pflege

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Über den Autor

Richard

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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