Gartennelke pflegen – Die Pflege der Dianthus caryophyllus



Gartennelken oder auch Landnelken und verzaubern mit ihren schönen Blüten die Gärten vieler Pflanzenfans.

Wie man sie richtig pflegt, erfährst du hier.


Gartennelke pflegen
(Bild: © hcast – stock.adobe.com)


Herkunft der Gartennelke

Die Begriffe Gartennelke und Landnelke werden zumeist synonym genutzt.

Jedoch handelt es sich korrekter Weise bei der Pflanzenart Dianthus caryophyllus nur um Landnelken, die Wildart der Pflanze. Sie entstammen ursprünglich dem Mittelmeerraum, vorwiegend Italien und Griechenland.

Die Gartennelken umfassen alle Hybriden der Landnelken, welche folglich durch Kreuzungen mit ihr entstanden sind.


Landnelke, Johannistag, Dianthus caryophyllus, ca. 100 Samen

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Aussehen und Erkennungsmerkmale der Dianthus caryophyllus

Die Gartennelke wird bei uns zumeist einjährig kultiviert.

Die kugelig und buschig wachsende Blume kann maximal 20 bis 40 Zentimeter hoch werden.

Sie hat blaugrüne, spiegelbildlich angeordnete Blätter. Diese sind ganzrandig und lineal-lanzettlich.


Standort der Calla

Die auffällige Tropenpflanze ist eine beliebte Zimmerpflanze, wird aber im Sommer auch oft als Kübelpflanze im Garten, auf Balkonen oder der Terrassen als Zierpflanze eingesetzt. Aufgrund ihrer Herkunft lässt sich die Zantedeschia auch an den Rand eines Teiches pflanzen.

Optimalerweise sollte man die Zimmerpflanze in 10 cm tiefer, nährstoffreicher Erde pflanzen. Der Standort sollte zwar hell sein, vor der prallen Mittagssonne sollte man die Calla allerdings bewahren.

Ebenfalls Schützen sollte man die Calla vor starken Winden, diese trockenen das Laub aus und können bei der Entwicklung der Pflanze schaden. Möchte man die Calla draußen pflanzen, so sollte man bis Mitte Mai warten. Zu früherem Zeitraum können Spätfröste auftreten, die der Pflanze Schaden zufügen.

Die Blüte

Das wahre Erkennungsmerkmal der Landnelke sind ihre farbenfrohen, duftenden Blüten.

Diese sind je nach Sorte unterschiedlich. Die F1-Hybriden haben beispielsweise edelnelkenähnliche, gefüllte Blüten.

Das Farbspektrum der Blüten erstreckt sich über weiß, gelb und rosa bis hin zu einem starken Rotton. Manche Blüten sind sogar zweifarbig.

Abhängig von der Sorte der Gartennelke ist die Blütezeit zwischen Juni und September.

Die Frucht

Zum Ende der Blütezeit bilden sich Kapselfrüchte aus den Blüten der Landnelke aus, welche ebenfalls die Samen Pflanze enthalten.


Der optimale Standort für die Landnelke

Substrat

Die Gartennelke bevorzugt sonnige und warme Standorte, beispielsweise im Garten.


Die Gartennelke überwintern

Die Wildform der Dianthus caryophyllus übersteht keinen Frost.

Eine Überwinterung im Kübel stellt eine Möglichkeit dar, jedoch empfiehlt es sich eher die Kopfstecklinge der Pflanze im Herbst abzuschneiden und diese zu überwintern.

Während der Überwinterung sollte das Substrat nur sparsam bewässert und nicht gedüngt werden.


Die Landnelke gießen

Gartennelken, welche im Beet angewachsen sind, können sich selbst überlassen werden und benötigen keine spezielle Pflege.

Während langen Trockenzeiten sollten die Landnelken jedoch regelmäßig gegossen werden.

Hängenelken benötigen mehr Wasser und eine höhere Luftfeuchtigkeit.


Die Dianthus caryophyllus düngen

In der Vegetationsphase empfiehlt sich eine Düngung im Abstand von vier bis sechs Wochen.

Es sollte ein stickstoffreduzierter Dünger gewählt werden. Ein organischer Volldünger* in Stäbchen- oder Kugelform eignet sich ideal.


Das perfekte Substrat für die Gartennelke

Gartennelken wachsen am besten in humosen, nährstoffarmen Boden mit hohem Sandanteil, welcher gleichmäßig feucht gehalten werden sollte.

Auch bei der Kultivierung im Topf sollte dem Substrat etwas Sand beigemischt und unten eine Schicht aus Blähton hinzugefügt werden.


Die Dianthus caryophyllus schneiden

Verblühte Triebe und Seitenblüten sollten regelmäßig entfernt werden, sodass die Blume mehr Energie in die Ausbildung ihrer Haupttriebe investieren kann.


Die Landnelke vermehren

Vermehrung durch Aussaat

Ab Mitte Februar können Landnelken vorgezogen werden. Bei ungefähr 18 Grad Celsius können die Samen am besten keimen.

Ungefähr drei Wochen nach der Aussaat können die kleinen Pflänzchen pikiert, also in größeren Abständen verpflanzt und ab Anfang Mai ins Beet im Freien gesetzt werden. Dabei sollte ein Abstand von circa 20 Zentimetern zwischen den kleinen Nelken eingehalten werden.

Wenn die Landnelken im Topf kultiviert werden, sollte dieser mindestens einen Durchmesser von zwölf Zentimetern haben.

Die F1-Hybriden bilden eine Ausnahme. Sie können nicht durch Aussaat vermehrt werden.

Vermehrung durch Stecklinge

Hängende Sorten der Dianthus caryophyllus können vegetativ über Stutztriebe oder Kopfstecklinge vermehrt werden.

Kopfstecklinge sollten zwischen September und November geschnitten und in einem Anzuchttopf bei fünf bis sechs Grad Celsius überwintert werden. Stutztriebe sollten hingegen zwischen Januar und März abgeschnitten werden.

Beide Stecklingsarten können dann im Frühjahr im Innenraum bei Temperaturen von zwölf bis 14 Grad Celsius herangezogen werden.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Gartennelke

Krankheiten und Pflegefehler

Pilzbefall: Nelkenschwärze

Nelkenschwärze ist eine Pilzerkrankung, die vor allem bei zu feuchter und schattiger Kultur auftreten kann.

Man kann sie anhand von hellen und später bräunlichen Flecken auf den Blättern erkennen, welche rot umrandet sind. Im Zentrum der Flecken entstehen schwarze Pilzsporen.

Zu bekämpfen ist die Pilzerkrankung, indem befallene Teile gänzlich entfernt und entsorgt werden. Handschuhe und Werkzeug sollten danach gut gereinigt werden.

Im Notfall kann auch zu einem Fungizid* gegriffen werden, was jedoch meistens überflüssig ist.

Pilzbefall: Blattfleckenkrankheit

Auch die Blattfleckenkrankheit ist ein pilzlicher Erreger, welcher durch feuchte Witterungsverhältnisse entsteht, beziehungsweise gefördert wird.

Erkennbar ist die Krankheit durch die braun-schwarzen Flecken, die sich auf den Blättern ausbilden.

Zur Bekämpfung sollte zu dichter Pflanzenbestand vermieden und für schnell abtrocknende Blätter gesorgt werden.

Neben der mechanischen Behandlung, dem Entfernen der infizierten Blätter, kann auch ein Fungizid* eingesetzt werden.

Pilzbefall: Unfallkrankheit

Bei zu dicht gesähten Samen oder solchen, die unter warmen Bedingungen und wenig Licht gezogen wurden, entwickeln sich instabile Stängel, welche leicht umknicken.

Diese verfärben sich aufgrund von Pilzsporen, welche sich an den Knickstellen ansammeln schwarz.

Hierbei hilft kein Fungizid, sondern nur das gründliche Entfernen und Entsorgen infizierter Pflänzchen.


Schädlinge und Pflegefehler

Befall durch Thripse

Der Befall durch Thripse kann anhand der silbrig-weißen oder nussbraunen Flecken auf den Blättern der Nelken erkannt werden.

Die winzigen Blasenfüße sind saugendende Insekten und beeinträchtigen das Wachstum negativ.

Spezielle Pflanzensprays* können zur Bekämpfung eingesetzt werden.

Befall durch Blattläuse

Blattläuse treten vor allem aufgrund zu trockener Luft auf. Sie sind anhand einer klebrigen Ablagerung erkennbar auf der sich Rostpilze ansammeln.

Bei starkem Befall können auch Gruppierungen der Schädlinge erkennbar sein.

Natürliche Feinde wie Marienkäfer, Florfliegen und Gallmücken können die Blattläuse bekämpfen. Auch Pflanzen-Sude oder spezielle Sprays* können helfen die Schädlingsvermehrung zu verhindern.

Befall durch Nelkenfliegen

Die Larven der Nelkenfliegen fressen sich durch das Gewebe der Blätter, wodurch kleine Gänge entstehen. Folglich vergilbt das Laub und stirbt langsam ab.

Die Bekämpfung ist schwierig, jedoch kann es helfen die Pflanze während der Eierablage mit einem Insektenmittel abzusprühen.

Befall durch Spinnmilben

Die winzigen, roten Spinnen siedeln sich auf den Blattunterseiten der Gartennelken an und spinnen feine Netze über die Pflanze.

Bei starkem Befall bekommen die Blätter der Dianthus caryophyllus Flecken und vergilben.

Geeignete Pflanzen-Sprays* oder Raubmilben* als natürliche Feinde können den Schädlingen entgegenwirken.


Ich beantworte deine Fragen!

Ist die Gartennelke giftig?

Nein, die Gartennelke ist ungiftig für Menschen und Tiere und kann sogar verzehrt werden.

Wie kann die Gartennelke verwendet werden?

Landnelken können in Beeten, Heide- und Steingärten oder in Bauerngärten verwendet werden.
Auch in Terassenhängen oder auf Balkonen kommen sie schön zur Geltung.
Eine Kultivierung im Topf oder in einer Blumenampel ist ebenfalls möglich.

Welche Sorten der Gartennelke gibt es?

Es gibt unzählige Sorten. Zu den bekanntesten gehören die Grenadin, die Chabaud und die Ikat.



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Quellen

Wikipedia
Compo
Gartenfreund-Gartenleid
Experto


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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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