Roseneibisch pflegen – Die Pflege des Hibiscus rosa-sinensis hybrids

Der bunte Roseneibisch kann als Zimmer- oder Kübelpflanze jeden Raum oder Garten verschönen.

Wie du ihn richtig pflegst, erfährst du hier.



Chinesischen Roseneibisch pflegen
(Bild: © Wingedbull – stock.adobe.com)


Herkunft des Chinesischen Roseneibischs

Der Roseneibisch, oder auch Chinesischer Roseneibisch genannt, gehört der Familie der Malvengewächse (Malvaceae) und der Gattung Hibiskus (Hibiscus) an.

Es wird vermutet, dass die Ursprungsart Hibiscus rosa-sinensis der bei uns vertretenen Hybriden aus China kommt. Nun ist der Roseneibisch in nahezu allen subtropischen und tropischen Gebieten der Welt vertreten.


Aussehen und Erkennungsmerkmale des Hibiscus rosa-sinensis

Der Chinesische Roseneibisch wird in unseren Breitengraden zumeist als Kronenbäumchen oder buschiger Kleinstrauch gehalten.

Die Ursprungsart kann eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen, während die Hibiscus rosa-sinensis-Hybriden bei einer Kultivierung im Kübel zumeist nur einen halben bis zu zwei Meter groß werden.

Die Blätter des Roseneibischs sind länglich eiförmig und mitunter etwas zerteilt. Sie sind zudem glänzend und dunkelgrün gefärbt.

Die Blüte 

Das Besondere an diesem Hibiskus sind seine schönen Blüten. Die Blüten der Ursprungsart des Chinesischen Roseneibischs sind kräftig rot gefärbt, während das Farbspektrum der Hibiscus rosa-sinensis-Hybriden von Weiß, Gelb, Orange und Rot bis Rosa reicht.

Sie entwickeln sich an einzelnen, langen Stielen in den Blattachseln der Chinarose und öffnen sich vom Frühling bis zum Herbst (meist von März bis Oktober).

Die trichterförmigen Blüten bestehen aus fünf Blütenblättern aus deren Zentrum eine Säule aus vielen miteinander verwachsenen Staubblättern ragt. An deren Ende sind gelbe Staubgefäße sowie rote flaumige Narben.

Die Blüten der Chinarose werden 10 bis 15 Zentimeter groß. Sie verwelken schnell, aber es entstehen dafür den gesamten Sommer über neue Knospen.

Die Frucht

Nach einer erfolgreichen Bestäubung entstehen mehrere Kapselfrüchte. Diese können auch im Wintern noch an dem Roseneibisch bleiben.

In Bild der Frucht findest du hier.


Der optimale Standort für den Roseneibisch

Der Chinesische Roseneibisch liebt helle bis sonnige Plätze. Vor intensiver Mittagssonne sowie vor Wind und Regen sollte er jedoch geschützt werden.

Bei Temperaturen von über 20 Grad Celsius kann der Hibiskus gut wachsen. Während der Winterruhe (ungefähr von November bis Februar) sind Temperaturen zwischen 16 und 18 Grad Celsius ausreichend.

Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Roseneibisch keinen Stellplatz mit Temperaturen unter 14 Grad Celsius hat.

Generell kann der Hibiskus drinnen oder während des Sommers im Freien stehen.


Die Chinarose überwintern

Da der Roseneibisch nicht winterhart ist, sollte er bei nächtlichen Temperaturen von weniger als 12 Grad Celsius in ein helles und etwas luftfeuchtes Winterquartier mit Temperaturen von circa 16 und 18 Grad Celsius verlegt werden.

Zuvor sollte der Hibiskus auf Schädlinge untersucht werden.

In der Überwinterungsphase sollte er sparsamer gegossen werden. Das Düngen sollte gänzlich eingestellt werden. Ab März kann man den Roseneibisch wieder öfter gießen. Außerdem sollte man sie nun an einen etwas helleren und wärmeren Standort stellen, welcher ebenfalls öfter gelüftet werden kann.

Wenn die letzten Spätfröste vorbei gegangen sind, kann der Chinesische Roseneibisch wieder ins Freie gestellt werden. Um einen Sonnenbrand zu umgehen, sollte der Blühstrauch jedoch zuerst langsam an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnt werden.


Den Hibiscus rosa-sinensis hybrids gießen

Die Erde des Hibiscus rosa-sinensis sollte gleichmäßig frisch bis einigermaßen feucht gehalten werden, um zu vermeiden, dass die Knospen des Roseneibischs abfallen.

Im Sommer wird der Blühstrauch nahezu täglich gegossen, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Dazu sollte überschüssiges Wasser immer direkt aus dem Untertopf entfernt werden.

Auch das Einsprühen mit Wasser tut dem Roseneibisch gut. Ab den Herbstmonaten sollte das Gießen reduziert werden, wobei auch nun der Wurzelballen niemals gänzlich austrocknen sollte.


Den Chinesischen Roseneibisch düngen

Der Roseneibisch sollte vom Frühjahr bis zum Herbst bestenfalls jede Woche mit Flüssigdünger versorgt werden, welches dem Gießwasser hinzugegeben wird.

Ohne diese Nährstoffe könnte der Blühstrauch nur wenige Knospen ausbilden.

Während der Winterruhe sollte auf das Düngen verzichtet werden. Im Frühjahr können die Düngegaben dann wieder gesteigert werden.


Das perfekte Substrat für die Chinarose

Bei einer Haltung als Kübelpflanze eignet sich Kübelpflanzenerde oder eine vergleichbare, durchlässige, sowie nährstoff- und humusreiche Mischung.

Auch der Topf des Chinesischen Roseneibischs sollte einen guten Wasserabzug haben. Der pH-Wert der Erde sollte neutral bis leicht sauer sein.


Den Roseneibisch umtopfen

Junge Pflanzen sollte jedes Jahr im Frühling in frische Erde umgetopft werden.

Ein älterer und größerer Roseneibisch muss hingegen nur alle zwei oder drei Jahre in einen neuen Kübel gesetzt werden.


Den Hibiscus rosa-sinensis schneiden

Das richtige Schneiden des Hibiscus rosa-sinensis ist von hoher Bedeutung, um die Verzweigung der Chinarose zu fördern und die Blütenfülle zu steigern.

Bei Jungpflanzen sollten die vorjährigen Triebe jedes Frühjahr leicht eingekürzt werden.

Ein starker Rückschnitt im Frühjahr empfiehlt sich, wenn der Roseneibisch nach ein paar Jahren nicht mehr richtig blüht oder die unteren Triebe verkahlen. Hierbei werden die Triebe ungefähr um die Hälfte gekürzt und der Roseneibisch als Ganzes ausgelichtet.

Verwelkte Blüten sollten generell immer entfernt werden.

Will man den Roseneibisch als Hochstämmchen ziehen, müssen schon bei der Jungpflanze die Seitenäste entfernt werden.
Die Spitze des kräftigsten Haupttriebs der Pflanze wird in den folgenden Jahren gekappt, wenn sie die gewünschte Höhe erreicht hat.

Aus dem obersten Seitenzweig wird folglich mit einem Stab die Verlängerung des Stammes gezogen.
Übrige Seitentriebe sollten regelmäßig eingekürzt werden.

Dieser Prozess ist jedoch sehr langwierig und erfordert viel Geduld.


Den Hibiscus rosa-sinensis hybrids vermehren

Am besten kannst du den Roseneibisch im Frühjahr oder Sommer durch halb verholzte Kopfstecklinge oder Teilstecklinge von maximal 8 Zentimeter Länge vermehren.

Wenn Bodentemperaturen von ungefähr 22 Grad Celsius vorherrschen, können die Stecklinge in gewöhnlicher Anzuchterde wurzeln.


Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler des Chinesischen Roseneibischs


Krankheiten

Wurzelfäule

Wurzelfäule entsteht, wenn der Roseneibisch zu nass steht und sich folglich Fäulnis bildet. Man kann dies daran erkennen, dass die Wurzeln der Chinarose matschig und braun werden.

Betroffene Wurzeln sollten sofort gründlich entfernt werden. Außerdem sollte man das Substrat danach auflockern. Um Wurzelfäule zu verhindern, hilft ein lockeres, durchlässiges Substrat und ein Topf mit gutem Wasserabzug.


Schädlinge 

Befall durch Blattläuse

Trockene Heizungsluft ist einer der größten Auslöser für einen Befall durch Blattläuse.

Man kann die Schädlinge anhand ihrer klebrigen Ablagerungen auf der Chinarose erkennen. Ist sie stark befallen, können teils auch Gruppen von Tierchen entdeckt werden.

Zur Bekämpfung eignen sich natürliche Feinde wie Marienkäferlarven*, Florfliegen oder Gallmücken. Um die Schädlingsvermehrung zu verhindern können neben Hausmitteln auch Pflanzen-Sude oder spezielle Sprays* angewendet werden.

Befall durch (rote) Spinnmilben

Auch Spinnmilben siedeln sich häufiger als Folge von zu trockener Heizungsluft auf dem Chinesischen Roseneibisch an.
Zu erkennen sind die Schädlinge zumeist an den feinen Netzen, welche sie über den Blühstrauch spinnen.

Um den Spinnmilben entgegenzuwirken, empfehlen sich Raubmilben* als natürliche Feinde oder auch geeignete Pflanzen-Sprays*.


Pflegefehler 


Knospenfall

Der Knospenfall tritt zumeist bei neuen Blühsträuchern auf.

Ein Grund dafür kann der veränderte Standort oder das Austrocknen des Wurzelballens sein.

Um das Abfallen der Knospen zu vermeiden, sollte ein luftiger, heller Platz für den Roseneibisch gewählt werden. Zudem sollte der Hibiskus ausreichend gegossen werden.


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Welche Sorten des Hibiscus rosa-sinensis gibt es?

Es gibt sehr viele Hibiscus rosa-sinensis-Sorten. Zu den bekanntesten gehören folgende:
• „Apollo“
• „Bridal Veil“
• „Cooperi“
• „Fiesta“
• „Hula Girl“
• „The President“

Ist der Chinesische Roseneibisch giftig?

Nein, er ist nicht giftig. Die Hibiskusblüten werden sogar in der Homöopathie verwendet. Außerdem werden manche Teile der Chinarose im asiatischen Raum verzehrt.

Welche Heilwirkung hat der Roseneibisch?

Dem Hibiskus werden in der Naturheilkunde folgende Eigenschaften nachgesagt:
• Abführend
• Antibakteriell
• Galletreibend
• Harntreibend
• Krampflösend

Entsprechend wird der Roseneibisch oft bei folgenden Beschwerden eingesetzt:
• Krämpfen
• Harnwegserkrankungen
• Verdauungsbeschwerden

Zudem hilft er äußerlich unterstützend bei Hauterkrankungen wie zum Beispiel Ekzemen.
Angewendet wird der Chinesische Roseneibisch in Form von Tee, welcher aus den Hibiskusblüten hergestellt wird. [1]


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Quellen

[1] Medizinische Verwendung – pfaf.org
Gartenbista

Letzte Aktualisierung am 16.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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