Calathea makoyana pflegen – die Pflege der Pfauen-Korbmarante



Die Calathea makoyana ist wegen ihrer Blätter eine sehr beliebte Blattschmuckpflanze. Sie verleiht der Wohnung ein einzigartiges tropisches Flair. Wieso das nicht nur an der Optik liegt erfährst du in diesem Pflege-Guide.

Calathea makoyana pflegen
© Phubes – stock.adobe.com


Herkunft

Calathea makoyana stammt aus den Tropen Südamerikas. Man findet sie als Waldbodendecker in den Regenwäldern Brasiliens.

Neben Calathea makoyana gibt es noch über 150 weitere Calathea-Arten

Sie gehören der Familie der Pfeilwurzgewächse (Marantaceae) an.

Bei uns ist sie als Pfauen-Korbmarante bekannt.


Aussehen und Erkennungsmerkmale

Das markanteste Merkmal der Pfauen-Korbmarante sind ihre Blätter. Sie können über 20cm lang werden und sind in verschiedenen Grüntönen gestreift. Sie sind oval bis eiförmig.

Ihre auffälligen Blätter machen sie zu einer der beliebtesten Blattschmuckpflanzen. Sie haben aber noch eine weniger bekannte Eigenschaft: die Nyktinastie.

Unter Nyktinastie versteht man die Bewegung von Pflanzen (-teilen) im Tag-Nacht-Rhythmus. Sie wandern also mit dem Licht.  

Der Wuchs ist kraut- bis buschartig. Sie wächst mehr in die Breite als in die Höhe. In der Zimmerkultur erreicht sie meistens Höhen von bis zu 40 cm.

Ihre Wurzeln reichen nicht sehr tief in die Erde.

Blüte

Die Pfauen-Korbmarante blüht in der Wohnung nur sehr selten. Das liegt meistens an der fehlenden Winterruhe.

Um zu blühen braucht sie kurze Tage im Winter. Sie darf als nicht zu lange Tageslicht wahrnehmen.

Die Blüte selbst bildet sich über dem Winter. Zum Jahresbeginn im Januar bis Februar kann man dann ährenförmige Blüten erkennen. Diese gelben Blüten haben einen kaum wahrnehmbaren Duft.

Ein Bild der Blüte findest du hier.

Frucht

Nach der Blüte und erfolgreicher Bestäubung bildet die Pfauen-Korbmarante ihre Früchte aus. Bei den Früchten handelt es sich um Samenkapseln.



Calathea makoyana | Calathea Korbmarante | Zimmerpflanzen groß | Höhe 80-90 cm | Topf-Ø 17 cm


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Standort von Calathea makoyana

Der richtige Standort ist entscheidend für Calathea makoyana. Er sollte hell sein. Jedoch darf kein direktes Sonnenlicht die Pflanze erreichen. Auch mit Halbschatten kommt sie gut zurecht.

Der Standort muss warm sein. Das bedeutet, dass die Temperatur tagsüber über 22°C liegen sollte. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt.

Nachts darf die Temperatur nicht unter 16 °C fallen.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit spielt neben den Temperaturen eine wichtige Rolle. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60% und 75 % liegen. Achte darauf, dass sich in deiner Wohnung kein Schimmel bildet!

Der Standort darf nicht von Zugluft betroffen sein und sich nicht in der Nähe von Heizkörpern befinden. Die trockene Luft schadet schnell den Blättern.


Pfauen-Korbmarante überwintern

Über den Winter bevorzugt die Pfauen-Korbmarante einen hellen Standort. Die Temperaturen sollten zwischen 18 °C und 21 °C liegen. Unter 16 °C darf die Temperatur nicht fallen.

Die Luftfeuchtigkeit liegt unverändert bei 60 %. Daher sollte sie nicht in der Nähe von Heizkörpern stehen.

In ihrer Ruhephase entschleunigt der Stoffwechsel. Daher braucht die Zimmerpflanze nicht mehr so viel Wasser wie zuvor. Im Winter wird sie daher weniger gegossen.

Auch das Düngen sollte über den Winter pausiert werden, da die Nährstoffe nicht mehr in den gleichen Mengen wie zuvor aufgenommen werden.


Eine Calathea makoyana gießen

Bei dem Gießen gilt es den Wurzelballen immer leicht feucht zu halten. Zwischen dem Gießen darf das Substrat antrocknen. Jedoch darf es nie ganz austrocknen.

Besonders im Sommer braucht sie daher viel Wasser.

Die Kunst ist es trotz der vielen Wassergaben eine Staunässe zu vermeiden. Die empfindlichen Wurzeln neigen zur Wurzelfäule.

Zum Gießen wird lauwarmes Wasser verwendet. Da die Pfauen-Korbmarante empfindlich auf Kalk und andere Mineralien reagiert empfiehlt es sich weiches Wasser zu verwenden.

Dies gewinnt man durch Abkochen des Wassers oder durch Regenwasser.

Wer möchte, kann seine Zimmerpflanze auch ab und an ansprühen. Oft sehen die Pflanzen danach lebhafter aus. Die Luftfeuchtigkeit erhöht das Sprühen leider nicht. Hierfür rate ich zu einem Luftbefeuchter.


Detailaufnahme der Blätter und Blattzeichnungen von Calathea makoyana
Die Blattzeichnungen von Calathea makoyana können über die Jahre verblassen. (Bild: © rawpixel.com – stock.adobe.com)

Düngen

In der Wachstumsphase besteht die Möglichkeit Calathea makoyana zu düngen. Hierfür sollte ein hochwertiger Flüssigdünger* verwendet werden.

Von Anfang März bis September wird der Flüssigdünger alle 4-6 Wochen mit dem Gießwasser verabreicht.

Im Winter wird das Düngen eingestellt. Auch wird das Düngen 6 Monate lang nach dem Umtopfen pausiert.


Substrat für Calathea makoyana

Wie vorhin beim gießen bereits angesprochen gilt es ein Spagat zwischen regelmäßigen Wassergaben und dem Verhindern von Staunässe zu erreichen.

Das Substrat ist der Schlüssel zu diesem Spagat. Im Klartext bedeutet das, dass das Substrat über eine gute Drainage verfügen muss, gleichzeitig aber eine Restfeuchtigkeit hält.

Die Lösung ist es eine hochwertige Grünpflanzenerde* mit Tongranulat* zu vermischen.

Das Tongranulat verbessert die Drainage, speichert aber gleichzeitig Feuchtigkeit. Die humus- und nährstoffreiche Erde unterstützt die Calathea makoyana beim Wachstum.


Blätter der Pfauen-Korbmarante in Nahaufnahme
Auch Halbschatten wird von Calathea makoyana toleriert. Ein heller Standort wird jedoch bevorzugt! (Bild: © MINXIA – stock.adobe.com)

Calathea makoyana umtopfen

Das Frühjahr ist der beste Zeitpunkt um die Zimmerpflanze umzutopfen. Das Umtopfen erfolgt jährlich. Im gleichen Zuge bietet es sich auch an das Substrat zu erneuern.

Das Umtopfen ist auch der optimale Zeitpunkt um die Calathea makoyana zu vermehren!


Pfauen-Korbmarante schneiden

Einen Formschnitt benötigt die Pfauen-Korbmarante nicht. Kranke, sterbende oder unschöne Blätter können aber das ganze Jahr über geschnitten werden.

Bei Schnitt solltest du stets scharfes und sauberes Werkzeug verwenden. So beugst du Infektionen und Quetschungen vor.


Pfauen-Korbmarante im Portrait in einem braunen Übertopf
(Bild: © Freer – stock.adobe.com)

Calathea makoyana vermehren

Wer seine Makoyana vermehren möchte hat eigentlich nur eine Methode dies zuverlässig zu erreichen: Die Teilung.

Das Prinzip der Teilung ist einfach. Der Wurzelballen wird in kleinere Teile zerbrochen. Häufig wird er einfach halbiert.

Jedes Teil muss über Wurzeln und Blätter verfügen um überleben zu können.

Nach der Teilung sollten die einzelnen Teile möglichst schnell in eigene Gefäße getopft werden. Danach gilt es sie feucht zu halten und dunkel zu stellen.

Um deine Chancen zu maximieren, sollte die Raum- und Bodentemperatur um die 30 °C liegen. Dies erreicht du am einfachsten mit einer Wärmematte* und einem Anzuchtkasten*.

Sobald du ein sichtbares Wachstum erkennst, kannst du sie an einen vorteilhafteren Standort stellen. Ihre Pflege unterscheidet sich nicht mehr von ausgewachsenen Exemplaren.

Wichtig zu erwähnen ist, dass im Jahr der Teilung keine Blütenbildung stattfindet. Dies liegt am energiezehrenden Prozess der Teilung.

Online ist auch oft zu lesen, dass man Calathea makoyana auch über Stecklinge vermehren kann. Dies trifft im Regelfall leider nicht zu.


Nahaufnahme der Blattzeichnungen von Calathea makoyana
Die Teilung ist die zuverlässigste aller Vermehrungsmethoden. (Bild: © lizfernandezg – stock.adobe.com)

Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Calathea makoyana

In diesem Abschnitt erfährst du alles rund um Krankheiten, Schädlinge und Pflegefehler der Pfauen-Korbmarante. Vorab möchte ich noch sagen, dass meistens Pflegefehler schuld sind, wenn es deiner Pflanze nicht gut geht.

Besonders bei dieser Zimmerpflanze ist der Standort entscheidend für das Wohlergehen!

Krankheiten 

Die Pfauen-Korbmarante ist kaum anfällig für Krankheiten.


Schädlinge

Ein Schädlingsbefall kommt nicht häufig vor. Das liegt besonders an der überdurchschnittlich hohen Luftfeuchtigkeit. Wenn dennoch ein Befall auftritt, ist dies meistens in der kalten Jahreszeit.

Spinnmilben

Spinnmilben erkennst du an weißen, netzartigen Konstrukten an den Blattachseln und unter den Blättern. Die Milben sind leicht in den Griff zu bekommen. Dusche zunächst die Pflanze ab.

Danach solltest du die Luftfeuchtigkeit nach oben korrigieren. Dies tötet die Plagegeister ab.

Dennoch solltest du deine Zimmerpflanze isolieren. Spinnmilben wandern gerne und befallen daher schnell auch andere Pflanzen.

Sollte der Befall sich halten kannst du auch zu einem Pestizid* greifen.

Schildläuse

Schildläuse sitzen flach an der Blattunterseite. Sie schützen sich mit einem Wachspanzer. Zudem tarnen sie sich in unterschiedlichen Grün- und Brauntönen.

Entdeckst du einen Befall kannst du die Schildläuse einfach mit einem in Alkohol getränkten Wattepad entfernen.

Dieses Vorgehen musst du ein paar Tage lang am besten täglich wiederholen.

Solltest du den Befall nicht in den Griff bekommen empfiehlt es sich auch hier zu einem Pestizid* zu greifen.


Pflegefehler

Gelbe Blätter im Winter

Gelbe Blätter im Winter treten häufig auf, wenn der Wurzelballen zu kühl ist. In diesem Fall solltest du für Unterwärme sorgen. Am einfachsten erreichst du dies durch eine Heizmatte für Pflanzen*.

Eingerollte Blätter

Die Blätter beginnen sich einzurollen, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist. Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 60 % und 75 %.

Am besten erreichst du sie durch einen Luftbefeuchter.

Missbildungen an den Blatträndern

Missbildungen an den Blatträndern können unterschiedliche Ursachen haben. Ein Grund ist, dass ein Wassermangel vorliegt. Ein weiterer Grund kann die Temperatur sein. Ist diese zu niedrig, kann es zu Verformungen kommen.

Ein letzter Grund ist die Zugluft.

Wurzelfäule

Wurzelfäule tritt auf, wenn die Wurzeln zu lange von Staunässe betroffen sind. Noch schneller tritt sie auf, wenn es zudem kühl ist.

Um Staunässe zu verhindern, sollte man das Substrat zwischen den Gießvorgängen antrocknen werden lassen. Zudem sollte das Substrat über eine gute Drainage verfügen.

Wer dazu neigt, zu übergießen sollte ein Gefäß mit einem Drainageloch wählen.

Tritt Wurzelfäule auf, gilt es die Pflanze schnellstmöglich umzutopfen. Danach sollte sie weniger gegossen werden.


Ich beantworte deine Fragen! 

Ist die Calathea makoyana giftig?

Nein, Calathea makoyana gilt als ungiftig. Daher ist sie auch für Haushalte mit Kindern und Haustieren geeignet.



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Über den Autor

Richard Schmidt

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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