Ficus Benjamina Pflege – Pflegen einer Birkenfeige



In diesem Beitrag erkläre ich dir wie du deine Birkenfeige pflegen solltest. Zudem gebe ich dir wertvolle Tipps und Hilfestellungen mit auf den Weg!

Birkenfeige pflegen
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Überblick

Die Birkenfeige (lat. Ficus benjamina) erfreut sich hoher Beliebtheit. Sie ist bei uns in vielen Wohnungen und Büros zu finden. Häufig wird sie „Benjamini“ oder einfach Ficus genannt.

Gemeint ist aber immer die Birkenfeige. Obwohl sie Birkenfeige genannt wird, zählt sie zu der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Benjamini gilt als wenig pflegeintensiv und ist daher auch für Anfänger geeignet.


Heimat des Ficus benjamina

Die Birkenfeige mag es warm. Sie stammt ursprünglich aus den subtropischen und tropischen Gebieten Australiens, Ostasiens und Ozeaniens.

Man kann sie von Indien bis hin nach Nordaustralien sichten. Heute findet man ihn in vielen Tropen und Subtropen, wo er sich durch den Einsatz als Zierpflanze ausgebreitet hat.

In warmen Regionen wird die Feige auch gerne als Hecke oder Zierbaum eingesetzt. Auch als Bonsai ist Ficus benjamina nicht selten.


Wachstum der Birkenfeige

Der Ficus  zählt zu den kleineren Vertretern seiner Art. In der Natur erreicht er eine Höhe von bis zu 10 Metern.

Die Breite liegt bei acht Metern. Bei diesen Maßen erreicht die Birkenfeige einen Stammdurchmesser von bis zu 50 cm. In der Wohnung erreicht er Größen von zwei bis fünf Metern Höhe.


Merkmale und Erscheinungsbild

Den Ficus erkennt man besonders an seinen Blättern. Diese sind länglich uns zugespitzt. Bei vielen Arten haben die Blätter auch einen leichten Glanz.

Sie sind immergrün und können unterschiedlichste Muster aufweisen.

Zu den bekanntesten und beliebtesten Mustern zählen die Marmorierung, die Aderung und die Umrandung. Die Muster haben meistens eine weißliche oder gelbliche Farbe. 

Die Äste sind sehr dünn und von einer glatten Rinde überzogen. Bei alten Bäumen ist zu erkennen, dass sie sich stellenweise ähnlich wie bei der Birke löst.

Entwickelt der Baum Knospen sind diese lang und spitz. Oftmals werden sie als Teil des Astes interpretiert.

Kaum zu glauben aber wahr: der Ficus blüht! Hier bei uns kommen wir jedoch nur sehr selten in den Genuss der Blüten der Birkenfeige.

Diese entwickeln sich nur unter optimalen Bedingungen. Diese erhält man üblicherweise in Gewächshäusern oder dem Wintergarten. Die Blüten sind kugelförmig und orange-rot. Häufig werden sie als Früchte interpretiert.

Hat der Baum eine Verletzung tritt ein weißer Saft aus. Dieser enthält Latex, denn der Benjamini gilt als Naturkautschuk-Pflanze. Latex-Allergiker sollten sich daher gegen diese Pflanze entscheiden.


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Birkenfeige – Standort

Benjamini braucht während der Wachstumsphase einen hellen, jedoch nicht zu sonnigen Standort. Dieser sollte die 22 Grad Celsius nicht unterschreiten.

Direkte Sonneneinstrahlung kann zu Blattverletzungen führen. Arten mit farbigen Blättern sind anfälliger für diese Blattverletzungen.

Jedoch sollten gerade diese Arten mehr Sonnenlicht bekommen, damit das Muster schön zur Geltung kommt. Du merkst also schon, es ist ein schmaler Grat zwischen zu viel und zu wenig Licht!

Die Birkenfeige reagiert empfindlich auf Standortänderungen sowie auf Temperaturschwankungen und Zugluft. Auch Bodenkälte kann er nicht gut ab.

Als Reaktion erfolgt der Abwurf eines Teils des Laubes. Wie bereits zuvor sind auch hier Arten mit farbigen Blättern empfindlicher.

Mit warmer bis heißer Luft kommen die Tropenbäume gut zurecht. Mit Lichtmangel hingegen nicht.

Im Winter sollte man die Temperatur auf 16 bis 18 Grad Celsius senken. So macht man die Pflanzen anpassungsfähiger für das wenige Sonnenlicht über die Wintermonate.


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(Bild: © montikreativ – stock.adobe.com)


Optimales Substrat für die Birkenfeige

Viele von uns möchten der Birkenfeige etwas Gutes tun und setzen sie in nährreiche Pflanzenerden. Dies ist nicht zu empfehlen. Sie brauchen eine Erde die ihnen guten Halt gibt und nicht zu humusreich ist.

Da die Erde bestimmte Eigenschaften erreichen muss mischen sich viele Leute ihr Substrat selbst zusammen. Hier ist eine Anleitung für die perfekte Erde für Birkenfeigen:

  1. Messe zwei Teile Pflanzenderde ab.
  2. Ergänze diese nun um ein bis zwei Teile mit mineralreichen Substrat.
  3. Mische die Erden nun gut durch bis du alles gut vermischt hast.

Eine Ergänzung: Als mineralreiches Substrat eignet sich Sand*Lavasteine* oder auch Tongranulat*!

Nun hast du ein für die Birkenfeige geeignetes Substrat hergestellt.

Wer sich nicht die Arbeit machen möchte, kann auch fertig gemischtes Substrat* erwerben. Achte darauf, dass die Erde einen pH-Wert von 6 bis 7 hat.


Ficus benjamina gießen

Während der Wachstumsphase solltest du deinen Benjamini regelmäßig mit Wasser versorgen.

Zwischenzeitlich solltest du das Substrat immer wieder antrocknen lassen, um Staunässe zu vermeiden. Hierfür empfiehlt sich die Fingerprobe.

Wie auch viele andere tropischen Pflanzen bevorzugen Birkenfeigen kalkarmes Wasser. Optimal ist Regenwasser.

Die Fingerprobe

Bei der Fingerprobe handelt es sich um eine einfache Art herauszufinden, ob deine Pflanze wieder gegossen werden muss. Stecke hierfür einen Finger in das Substrat.

Bleibt Substrat ähnlich wie beim Kuchenbacken hängen hat deine Pflanze noch ausreichen Wasser.

Fühlt sich die Erde hingegen trocken an und du hast nur wenig Rückstände des Substrats an deinen Finger wird es wieder Zeit deiner Pflanze Wasser zu geben!


Birkenfeige düngen

Während der Wachstumsphase von März bis September hast du die Möglichkeit deinen Ficus alle zwei bis drei Wochen zu düngen.

Ich empfehle einen Flüssigdünger* da man diesen besser dosieren kann. Zudem wird er über das Gießen verabreicht. Im Winter, während der Regenerationsphase sollte das Intervall auf sechs bis acht Wochen gestreckt werden.

Die Pflanze benötigt in dieser Zeit nicht viele Nährstoffe und kann leicht überdüngt werden.


Birkenfeige ohne Musterung
Birkenfeigen gibt es auch ohne oder mit nur leichten Musterungen. ​(Bild: @zbrutskii – unsplash.com)

Birkenfeige umtopfen

Ein Umtopfen nach einem festen Intervall ist nicht notwendig. Es empfiehlt sich dennoch ca. alle zwei Jahre den Ficus benjamina in einen neuen Topf zu setzen und das Substrat zu erneuern.

Dies wird nicht selten mit neuem kräftigem Wachstum belohnt! Auch, wenn du deinen Ficus ganz neu zu dir nach Hause geholt hast empfehlen wir ihn umzutopfen.

Hierfür haben wir dir eine kurze Anleitung verfasst:

  1. Wähle einen Topf der ca. 5 cm breiter ist als dein aktueller Blumentopf. Achte auf ein Entwässerungsloch um Staunässe vorzubeugen. Zudem stellst du so sicher, dass der Wurzelballen ausreichend belüftet wird.
  2. Bereite den neuen Topf vor indem du eine ca. 3 cm dicke Schicht aus Blähton in den Topf gibst.
  3. Decke den Blähton mit einem wasser- und luftdurchlässigen Vlies ab.
  4. Schütte auf das Vlies eine ca. 5 cm dicke Schicht aus Substrat.
  5. Nehme ein Messer oder einen scharfkantigen Gegenstand und fahre zwischen dem Wurzelballen und dem Topf entlang. So löst du die Pflanze von dem Topf!
  6. Hebe den Ficus aus dem Blumentopf und entferne das Substrat so gut es geht. Greife ihn so nah wie möglich am Wurzelballen, um Verletzungen vorzubeugen.
  7. Setze die Birkenfeige in ihr neues Zuhause! Fülle nun den Topf mit Substrat auf. Achte darauf auch Substrat zwischen den Wurzeln zu platzieren. Hierfür kannst du auch einen Stab nutzen. Das Gefäß sollte mit Substrat befüllt werden bis es einen drei Finger breiten Abstand zum Rand des Gefäßes hat.
  8. Wässere nun die Pflanze bis sich Wasser im Untersetzer sammelt. Dieses schüttest du nach 10 Minuten weg, um Staunässe zu vermeiden.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben deine Birkenfeige sicher in ihr neues Zuhause gebracht!


Ficus benbamina schneiden

Die Birkenfeige kann ziemlich groß werden. Damit sie in die Wohnung passt werden früher oder später Schnittmaßnahmen erforderlich sein.

Diese können das ganze Jahr über erfolgen. Wir empfehlen jedoch, dass du deine Pflanze vor der Wachstumsphase stutzt. Bist du bereit deinen Ficus benjamina zu schneiden? Dann los!

Kommt es dann zum Schnitt, solltest du diesen unbedingt im Freien vornehmen. Nicht nur hast du hier mehr Platz, sondern du ruinierst dir auch nicht deinen Boden durch den entstehenden Saft. Dieser kann zudem auch Allergien hervorrufen.

Nach dem Schnitt solltest du den Saft trocknen lassen. So verhinderst du, dass er in deiner Wohnung auf den Boden tropft.

Wenn du möchtest, kannst du die Pflanze draußen auch noch abbrausen. Dadurch hast du später weniger Saftrückstände.


Ficus benjamini vermehren

Am leichtesten ist es den Ficus benjamini durch Stecklinge zu vermehren. Diese kannst du von deinen Schnittresten erhalten. Schneide hierzu Triebspitzen ab. Nutze nach Möglichkeit ein scharfes Messer oder eine scharfe Schere.

So verletzt du die Pflanze nicht. Entferne nun die unteren Blätter und stecke den Steckling in Anzuchterde. Feuchte diese nun an und decke den Topf am um eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.

Bei Arten ohne Muster kannst du häufig die Stecklinge in einem Glas Wasser bewurzeln.

Bilden sich Wurzeln solltest du die Stecklinge in Torferde umpflanzen und etwas Kürzen. So stellst du sicher, dass sie sich verzweigen und dichtes Laub entwickeln.

Wenn du möchtest, kannst du sie auf diese Weise auch zu Bonsai machen!


Krankheiten der Birkenfeige

Der Ficus ist kaum anfällig für Krankheiten. Sollte es deiner Pflanze nicht so gut gehen liegt dies meistens an einem Pflegefehler.


Schädlinge

Benjamini hat einen Erzfeind: die Schildlaus. Kaum ein anderer Schädling kann dem Baum etwas anhaben. Du erkennst Schildläuse durch ihr klebriges Sekret, den Honigtau.

Diesen verteilst du auf und um die Pflanze. Erkennst du einen Befall solltest du die Pflanze schnellstmöglich isolieren. So verhinderst du eine Ausbreitung der Schädlinge.

Du kannst die Pflanze entweder mit Pestiziden* oder einer selbst gemischten Lösung einsprühen. Hier ist eine Anleitung für die Lösung:

Mische Schmierseife und Spiritus in einem Verhältnis von 1 zu 1. Sprühe deine Pflanze mit dieser Mischung dreimal täglich ein.

Wichtig! Bitte richte dich unbedingt nach der Anleitung! Andernfalls kannst du dir und deiner Pflanze Schaden zufügen.


Weitere Hinweise und Tipps

  • Andersfarbige Triebe solltest du umgehend entfernen. Sonst nehmen sie schnell Überhand.
  • Sprühe den Baum gelegentlich mit kalkarmen Wasser ein. So entfernst du nicht nur Staub sondern tust deiner Pflanze auch etwas Gutes.


Ich beantworte deine Fragen!

Wo wächst die Birkenfeige?

Die Birkenfeige wächst in den Subtropen und Subtropen Ozeaniens, Australiens und Ostasiens.

Schädlinge an der Birkenfeige?

Hat, deine Birkenfeige Schädlinge handelt es sich vermutlich um Schildläuse. Schaue unter dem Punkt Schädlinge nach wie du sie wieder loswirst!

Wann sollte die Birkenfeige umgetopft werden?

Die Birkenfeige sollte umgetopft werden, wenn ihr Topf zu klein wird. Auch, wenn das Substrat an Nährstoffen verliert, solltest du die Pflanze umtopfen. Dies erkennst du durch eine helle Farbe gegenüber dem ursprünglichen Substrat. Tipps und Tricks findest du in diesem Artikel!

Wann sollte die Birkenfeige geschnitten werden?

Die Birkenfeige solltest du schneiden sobald sie zu groß wird. Auch Stecklinge solltest du schneiden um eine volle Krone zu erhalten. Mehr Tipps findest du in diesem Beitrag!

Wie oft sollte man die Birkenfeige gießen?

Gieße deinen Benjamini regelmäßig in mäßigen Mengen. Lasse das Substrat zwischendurch antrocknen und verwende die Fingerprobe!

Warum bekommt meine Birkenfeige gelbe Blätter?

Folgende Gründe können zu gelben Blättern führen:
– Standortwechsel
– zu wenig Licht
– zu viel Wasser (Staunässe)
– zu kalter Standort
– Befall durch Schädlinge
In diesem Artikel findest du heraus wie du deine Birkenfeige aufpeppelst!

Warum verliert meine Birkenfeige Blätter?

Die Birkenfeige wirft schnell bei Unbehagen ihr Laub ab. Die häufigsten Gründe sind ein Standortwechsel, falsches oder schlechtes Substrat oder Staunässe.

Ist Ficus benjamina giftig für Hunde, Katzen und Haustiere?

Ficus benjamina ist hochgiftig für Haustiere. Bereits kleinste Mengen des Saftes oder des Laubes verursachen schwere Vergiftungen. Diese reichen von Magenbeschwerden bis hin zur tödlichen Atemlähmung.

Ist Ficus benjamina giftig?

Die Birkenfeige ist für den Menschen schwach giftig. Anders sieht dies jedoch bei Tieren aus.

Wie wirkt Ficus benjamina?

Benjamini ist giftig. Bei Verzehr des Saftes oder Laubes ist mit schwachen bis mittleren Vergiftungssymptomen zu rechnen. Diese reichen von Bauchschmerzen und Übelkeit bis hin zu Erbrechen, Durchfall und Schleimhautreizungen.



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Über den Autor

Richard

Hey, mein Name ist Richard! Ich schreibe in meiner Freizeit auf dieser Webseite über die Pflege von Zimmerpflanzen. Schon in jungen Jahren haben mich Pflanzen fasziniert. Seitdem habe ich bereits die verschiedensten Zimmerpflanzen bessen. Neben meiner Leidenschaft für Zimmerpflanzen und Bonsai bin ich ein wahrer Sneakerhead.

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